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Programm
Ahoi! Pop 2018
Sa. 03.11.2018 // 20:00 | Alternative

Steaming Satellites / Drangsal / Cosmo Sheldrake / Tonfabrik


// GS: € 28/32/36 // Tickets!


Steaming Satellites (c) Joe Albrecht

Steaming Satellites | Neues aus dem Orbit! Die zuletzt zum Trio verdichteten (aber live als Fünferformation aufspielenden) Steaming Satellites stellen mit "Back From Space" Longplayer Nummer Vier vor. Gut zwei Jahre nach ihrem letzten, selbstbetitelten Album geht die Reise endlich weiter durch Raum & Zeit, durch Funk & Soul und Rock'n'Roll und es wird diesmal geschmeidig ins Poppige abgebogen.

Die Ouvertüre zum neuesten Space-Abenteuer der Salzburger zeichnet die Route vor: "I'm a little bit undecided and I don't know where to go", sprachen sie und entschieden sich kurzum für alle Richtungen. Von hier an ist die einzige Regel "Let it all flow"! Beim Titeltrack trippeln auf Zehenspitzen erst Keyboard und Drums daher, bandeln aber schnell recht ungeniert mit den Synthies an, bevor Bass und Gitarren den nötigen Schub in Richtung Tanzfläche geben.

Es flimmert, es funkt, es groovt und es zuckt, und ehe man sich versieht, ist der Song dank seiner feinen aber fetzigen Melodie auch schon auf und davon. "Back From Space" ist ein federleichter Trip in den Indie-Pop-Kosmos, der perfekte Song, um mit Captain Future Cornflakes zu essen. Und das ist nur eine von so vielen Facetten, die hier auf den 10 Tracks ausgespielt werden. Während die gesammelte Popkultur noch in den 80er Jahren schwelgt, haben Steaming Satellites klammheimlich das Nebentürchen in die 90er aufgestoßen. Dass es dabei nie zu retro oder nostalgisch wird, darin sind sie inzwischen Experten.

Sie haben eben schon vor Netflix gewusst, dass die Zeit nicht linear verläuft und schlüpfen in ihren Songs weiterhin trickreich durch sämtliche musikalischen Wurmlöcher, bis der Hörer nicht mehr weiß, ob hier die Vergangenheit die Zukunft beeinflusst oder anders herum. Die Reise der Steaming Satellites geht weiter, der Weg bleibt das Ziel, und am Ende sind da immer die Wurzeln. Nur wer sagt, dass die unbedingt in der Erde stecken müssen?

Besetzung: Max Borchardt: Gesang, Gitarre, Emanuel Krimplstätter: Gitarre, Gesang, Matthäus Weber: Schlagzeug,, Keyboards Gesang
Aktuelle CD: "Back from Space" (2018), The Instrument Village

Drangsal (c) Thomas Hauser

Drangsal | Gut zwei Jahre nach seinem Debüt "Harieschaim", das auf #29 in die Charts einstieg und den Preis für Popkultur als Newcomer des Jahres sowie eine Nominierung für den Kritiker-Echo nach sich zog, nach zahllosen Festival- und Clubshows quer durch Europa und zuletzt der gemeinsam mit Casper veröffentlichten Single "Keine Angst", geht 2018 endlich Max Grubers "Zores" auf uns nieder.

In der Pfalz ist "Zores" ein gängiger Ausdruck: Eine Gruppe Asozialer, ein Streit, die Wut. Max Gruber, aufgewachsen im pfälzischen Herxheim nahe Landau, kennt diesen Begriff nur zu gut.

Schon auf dem Debütalbum "Harieschaim" war zu spüren, dass Gruber nicht nur ein vehementer Künstler und talentierter Musiker, sondern auch riesiger Musikfan ist. Mit Mitte 20 verfügt er über ein popkulturelles Wissen, das dem der meisten anderen - ob gleichaltrig oder doppelt so alt - weit überlegen ist. Vor allem Tool und Metallica habe er in den zwei Jahren seit Veröffentlichung seines erfolgreichen Debüts gehört, sagt er. Und Die Bienenjäger, jene Band, in der Jochen Distelmeyer sang, bevor er Blumfelds Ich-Maschine zum Leben erweckte.

Auf "Zores" läßt Max Gruber sich auch von den mondänen Melodien der wunderbaren Prefab Sprout inspirieren, erinnert etwa in "Jedem das Meine" auf charmante Weise an deren Hitsingle "Cars And Girls" - und an Brucie, der darin feststellt, dass es Dinge gibt, die mehr schmerzen als Autos und Mädchen. Bei Drangsal heißt es: "Ja, ja Brucie träumt life's a highway / Doch bin ich nur Beifahrer und das day after day".

Aktuelle CD: "Zores" (2018), Caroline International

Cosmo Sheldrake (c) Arcadia Live

Cosmo Sheldrake | ...ist ein 27-jähriger Sänger, Songwriter, Komponist, Produzent und Multiinstrumentalist aus London. Er sammelt eine Vielzahl von Instrumenten und spielt sie auch - angefangen bei der Bassklarinette bis hin zum Banjo. Die Musik, die er mit ihnen macht, ist nicht selten inspiriert von natürlichen Soundscapes und umfasst auch Field Recordings - essentiell für alle, die sich für wirklich einzigartige neue Sounds interessieren.

Obwohl er schon sehr früh angefangen hat Musik zu machen, erschien der erste Release in Form der Single "The Moss" erst 2014 - die EP "Pelicans We" folgte 2015. Im April 2018 kommt nun endlich das Longplay-Debüt "The Much Much How How And I" in die Läden. Gemischt vom Producer Matthew Herbert und entstanden unter divergenten musikalischen Einflüssen - reichend von The Beatles über The Kinks bis hin zu Moondog und Stravinsky -, hört man dem Album auch Sheldrakes Studium der Anthropologie und sein Interesse für Ethnologie an.

Und dabei ist "The Much Much How How And I" in seiner Originalität wirklich rar. Denn während viele Musiker behaupten, Einflüsse außerhalb der Norm zu haben, ist es in Sheldrakes Fall tatsächlich wahr, und das hört man. "I've never been able to answer when people ask me what kind of music I make," sagt er. "Often just listening to the sound of a gale in Scotland, or sampling the sound of bats chewing, has given rise to a tune." Am Besten man macht sich selbst ein Bild.

Aktuelle CD: "The Much Much How How and I" (2018), Pias Coop/Transgressive

Tonfabrik (c) tonfab.at

Tonfabrik | Alles andere als "Wohlerzogen": Mit ihrem neuen Album liefert das Linzer Trio eine musikalische Abrechnung mit den Spießbürgern dieser Tage und der kapitalistischen Wertegesellschaft ab. Die Stahlstadtkinder sind mittlerweile erwachsen geworden und scheuen sich nicht, mit ihrem progressiven Gitarrenpop deutliche Botschaften zu transportieren: Nieder mit dem rechten Pack! Doch präsentiert sich "Wohlerzogen" nicht nur wütend und tanzbar, aller Revolte zum Trotz schlägt Tonfabriks Herz in den stillen Momenten immer noch für die großen und kleinen Gefühle.

Drei Musiker: Stimmbänder, die perfekt auf die Zwischentöne von melancholischer Lyrik und subversivem Donner getrimmt sind, Konzertgitarre, Bass, Schlagzeug, das sind Tonfabrik. Die Band um Sänger und Gitarrist Christoph Leitner-Kastenhuber schnürt eine Melange aus bezaubernden Liebesliedern und sozialkritischen Songs in das Korsett des postindustriellen Alltags in der oö. Landeshauptstadt. 2013 neu formiert spielte Tonfabrik in den Jahren zuvor mal zu zweit, mal zu dritt, in unterschiedlichen Besetzungen. Durch die Aufnahmen von drei Demo Alben wurde der Werdegang der Band dokumentiert.

Besetzung: Christoph Leitner-Kastenhuber: Gitarre, Stimme, Michael Jakobi: Bass, Friedolin Baumann: Schlagzeug
Aktuelle CD: "Wohlerzogen" (VÖ: 14.9.18)

Donnerstag, 16. August 2018

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