
Indie Native # 11
The A. Men CD-Präsentation / Wolfgang Frisch (Sofa Surfers) / I Eat Pancakes
The A. Men | Echte Alpha-Tiere geben nicht klein bei, wenn ihnen die Jungen das Feld streitig machen. THE A.MEN sind solche. Mittlerweile im besten Herrenalter eingegraut, fristen die Linzer Lokalgiganten um den Sänger, Songwriter und Ex-CLOUDS-OVER-CHRYSLER-Düsterknaben Thomas Prömer aka B. Godless ihren Unruhestand lieber im Probekeller als beim Seniorenclub und legen dabei ein jugendliches Tempo vor. Erst vergangenen Sommer begossen die rüstigen Rocker, zu denen sich auch Würdenträger bei lebenden und verblichenen Legenden wie FUCKHEAD, DEADZIBEL, THE PRIESTS, STRAHLER 80, SHY, THE PASSENGERS, DEAD SOULS oder PORN TO HULA zählen, nämlich auf der Posthofbühne den Release ihres Debüts "Godless". Nun schießt die Truppe mit "Challenger" schon die nächste Langstreckenrakete von der Rampe und gebärt sich als bestens disponierte Power-Pop-Supergroup ohne Erschlaffungserscheinungen. Rock, wie ihn die Alten sangen und auch die Jungen gerne zwitschern.
Wolfgang Frisch | "Wenn Digitalität dann so, dass sie als analoges Ereignis wahrgenommen wird." Also spricht Wolfgang Frisch, auf Solo-Pfaden wandelndes Stammmitglied der SOFA SURFERS. Wobei solo im Fall seines zweiten Produzentenalbums "Watering The Land" und dessen Live-Umsetzung so nicht stimmt. Denn dieses vom Schaffen eines Scott Walker oder Jack Nitzsche inspirierte "musikalische Spektakel" (subtext.at) wird zu einem Gutteil getragen von den Gaststimmen Georg Altziebler (SON OF THE VELVET RAT), Pieter Gabriel, Ana Gardel, Marilies Jagsch und Wolf van den End (die drei letzteren sind auch live mit von der Partie!). Darunter baut Frisch ein den Sofa Surfers nicht unähnliches Klangbett zwischen Vintage-Grooves, Four on the Floor-Bassdrums und Ligeti-Streicherclustern, das den ursprünglichen Songskizzen die Wärme nicht nur nicht entzieht, sondern sie in den besten Momenten auf Gänsehautniveau hochpitcht. "Das geht durch Mark und Bein und das ist dann auch herrlich gut so." (The Gap)
I Eat Pancakes | Um sich von Tiernamen wie "Beatles" oder "Arctic Monkeys" zu distanzieren, benannte sich die oberösterreichische, mittlerweile in Wien lebende Band kurzerhand nach ihrer Lieblingsspeise: Pfannkuchen. "Süß, cremig und einfach zu produzieren." So simpel lässt sich der musikalische Output von I EAT PANCAKES allerdings nicht erklären. Ihren druckvollen, in Symbiose von Leadgitarre und Saxophon lebenden Indie-Rock mit hitzigem Gesang kriegen selbst erfahrenere Acts so schnell nicht gebacken. Seit 2008 spielten die fünf smarten Palatschinken-Boys bereits über 80 Konzerte in Österreich und veröffentlichten zwei mit FM4- und gotv-Airplay bedachte EPs. Dank ihrer treuen Fanbase erzielten sie kürzlich sogar Platz 1 der gotv-vote-Charts. Die neue Single "Where You Are" gibt’s übrigens auf ieatpancakesmusic.com als Gratis-Download.










