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Programm
Ahoi! Pop 2016
Sa. 05.11.2016 // 20:00 | Indiepop

Ezra Furman / Sophia / Public Access T.V. / Avec / Mynth

+ The Gap-DJs


// GS: € 30/32/36 // Tickets!


Ezra Furman

Ezra Furman | Dieser junge Mann sorgt derzeit für Schnappatmung in Indiekreisen. Wobei "Indie" natürlich schon lange bloß noch ein Wort ist. Was innerhalb dieser weiten Klammer, dieser Ästhetik, Haltung, Attitude noch so an Styles, Sounds und Ideen rauszuholen ist - der US-amerikanische Musiker, Songwriter und Sänger Ezra Furman hat es in diversen Konstellationen getan. Sich der Geschichte bewusst, unbekümmert wie ein junger Hund.

Mit seiner in Boston gegründeten Band Ezra Furman and the Harpoons dokterte er zunächst gut beschwingten Folkrock, an Bob Dylan angelehnten Alternative Country und porösen Kammerpop zusammen - was der Gruppe und ihrem Frontmann, nicht zuletzt dank meist putzmunterer Live-Auftritte, schnell eine ergebene Fangemeinde eingebrachte. Solo sowie mit seiner aktuellen Begleitband The Boy-Friends streckte Furman dann die Fühler weiter aus: introvertierte Singer/Songwriter-Preziosen an der Akustik-Gitarre hier, ein mit allen Bläsern und allem Pomp ausstaffierter, großer Pop-Lamettaregen da. Lieder über Liebe, Leid, Sex, Rebellion, das Stechen in der Brust und Fun. Soul, Krach, Rock'n'Roll, Konfetti, geil glitzernder Saxophon-Schwulst - geht sich mittlerweile alles bestens aus bei Ezra Furman.

Mit "Perpetual Motion People" schaffte es Ezra Furman 2015 denn auch in so manche Album-Bestenliste des Jahres. Auch mit diesem Release macht er wieder einmal sprachlos, verbindet zeitlose Einflüsse mit einer rastlosen Dringlichkeit, Wehmut und Aufbruchsstimmung, die seinesgleichen sucht.

Großer Bahnhof für Ezra Furman & The Boyfriends am Linzer Hafen - dass wir uns darüber freuen, ist eigentlich eine Untertreibung...

Aktuelle CD: "Perpetual Motion People" (2015), Pias

Sophia, Robin Proper-Sheppards (c) Philip Lethen

Sophia | Ungewohnt optimistisch gibt sich neuerdings die Band Sophia um Chefmelancholiker Robin Proper-Sheppard. Das so hyperelegante Klangbild früherer Platten ist auf dem neuen, sechsten Studioalbum "As We Make Our Way (Unknown Harbours)" auf einmal unverfroren anders, mal ausgesprochen futuristisch, mal betont retro. Der Albumtitel ist also sowohl vor als auch in der Klammer von geradezu selbsterfüllender Prophezeiung.

Auch wenn man dem Lachen des aus San Diego stammenden Wahllondoners noch nie so nah kam, ist "As We Make Our Way" beileibe noch immer kein fröhliches Sophia-Album. Aber zumindest eines voller vorsichtiger Hoffnung und optimistischer Herzenswärme. Und wir folgen ihm gern auf seinem neuen, behutsam positiv gefärbten Weg.

Wir erinnern uns kurz: Nach leider nur kurzer Lebenszeit seiner noch heute von manchen beinahe manisch verehrten Früh-90er-Band The God Machine überzog Robin Proper-Sheppard die Musikwelt fortan mit Alben voll unglaublich wohltönender Schwermut, hymnischen Melodien, nachdenklichen Texten und geschmackvollem Arrangement. Sophia waren seither nie eine Band für die Massen, dafür ist Proper-Sheppards Tun dann vielleicht doch etwas zu tiefschürfend und komplex. Aber sie sammelten eine weltweite Fangemeinde ein, die jedes neue Werk mit fast hysterischer Hingabe feiert.

Denn Sophia-Musik ist eben das, was man klassisch einen "Grower" nennt: Sie wächst und wächst mit jedem Durchgang. Leidhören ist hingegen nahezu ausgeschlossen. Das ist auch nach 20 wundervollen Sophia-Jahren, davon die letzten sieben in stiller Versenkung, unverändert. Und so freut es uns ganz außerordentlich, dass die herbstliche Welt dieses gebeutelten Mannes 2016 ein paar bunte Lichttupfer bekommen hat.

Aktuelle CD: "As We Make Our Way (Unknown Harbours)" (2016), Flowershop

Public Access T.V. | Vier beste Freunde Anfang 20, die eine Vorliebe für fettige Locken, skinny Jeans, Lederjacken, Armee-Mäntel, vergammelte Chucks und vor allem eine Behausung im East Village teilen, sind "New York's hottest new band" (NME) und "The saviors of Downtown cool" (Bullet Magazine). PATV machen also einiges richtig.

Zwei Singles - "Monaco" und "In The Mirror", begleitet von der EP "Public Access" -reichten 2015 aus, um der Band Support-Slots auf den US- und UK-Tourneen von Weezer, Gang Of Four und The Strokes zu verschaffen. Überhaupt: The Strokes. Haben wir's hier mit deren Hype-Neffen zu tun? Ja, schenkt man den Reviews zu ihrem ersten Albumrelease "Never Enough" glauben. Das rauchige Destillat aus klassischem Powerpop, 60ies Garage, 70ies Punk und 90ies Britpop, die PATV aus ihren Vintage-Instrumenten raushauen, fährt aber auch wirklich ein wie Seemannsschnaps.

Ihr Loft in Manhattan ist übrigens mittlerweile einer Gasexplosion zum Opfer gefallen. Da waren PATV gerade in Kalifornien unterwegs. Doch das dürfte Sänger John Eartherly und seine Slacker-Freunden eher wenig kratzen, sind sie doch derzeit ohnehin auf Dauertour. Und das dürfte sich so schnell nicht ändern.

"Absolutely fantastic" (The Guardian)

Aktuelle CD: "Never Enough" (2016), Cinematic Music Group

Avec (c) Max Parovsky

Avec | Es sind die stillen, leisen Töne, die Essenz der Noten und die intimen Geschichten, die es Avec angetan haben. Deshalb ist die gerade mal 20 Jahre junge Vöcklabrucker Singer-Songwriterin wohl selbst am meisten überrascht, wie schnell und hoch ihr Stern gerade aufsteigt: Nachdem ihre allererste Single "Granny" seit Release im November 2015 bereits über 2,9 Millionen Spotify-Plays und #12 der FM4-Jahrescharts verbuchen konnte, wurde Avec gleich für vier Amadeus Music Awards nominiert. In der Folge begleitete sie Julian le Play im Mai 2016 auf seiner größtenteils ausverkauften Tour, um ihre EP "Heartbeats" zu präsentieren und überzeugte dabei auf ganzer Linie.

Seit wenigen Wochen ist nun Avecs erstes Album "What If We Never Forget" draußen, und es ist erneut die Balance zwischen inhaltlicher Schwere und elegant-filigranem Gitarrensound, die bezaubert. Ein Album, wie eine Schatzkiste, die mit jedem Öffnen weitere Geheimnisse verrät.

Live wird Avec von ihrer dreiköpfigen Band begleitet. Dabei scheut sie nicht das Wagnis, ihre persönlichsten Geschichten mit ihren Zuhörern zu teilen: subtil und eindringlich, aber nie aufdringlich schickt sie ihre Gänsehautmelodien ins Publikum. Hat man Avecs Klängen einmal gelauscht, kann man sich nur mehr schwer davon lösen.

Aktuelle CD: "What If We Never Forget" (2016), Earcandy Recordings

Mynth (c) Patrick Muennich

Mynth | Geschwisterliche Intuition hat sich im Pop schon des Öfteren als ideale Zutat für eine spannende Band-Chemie erwiesen. Im Fall der Zwillinge Giovanna und Mario Fartacek entspringt den geteilten Genen ein trippiger, entschleunigter Electro-Pop von hypnotischer Hipness.

Nach der letztjährigen EP "Polar Night" haben Mynth heuer mit dem Album "Plaat II" ein von glitzernder Elektronik und Giovannas vielschichtigem Gesang getragenes, perfekt poliertes, schwarz glänzendes Ei in die Welt gesetzt und sich damit, nach ihrer Emigration aus dem Salzburgischen, als einer der - im guten Sinne - coolsten Wiener Acts etabliert.

Als Einflüsse nennen sie Jessie Ware, Nine Inch Nails, Portishead und Laurie Anderson, aber manchmal blitzt auch ein unleugbares R'n'B-Verständnis durch stylische Songs wie "Urge" oder "Nightlight". In der auf ihrem Album gleich darauf folgenden Nummer "Ascension" erahnt man wiederum den Einfluss von Kate Bush der "Hounds of Love"-Ära. Doch das kann täuschen, schließlich empfangen die Fartaceks einander Vibrationen wohl jenseits ausgesprochener Referenzen, mit auf dieselben Frequenzen eingeschwungenen Antennen. Vermutlich.

Aktuelle CD: "Plaat II" (2016), Seayou Records

Donnerstag, 23. März 2017

NEWS

Support-Slots fixiert für LP, Der Nino aus Wien, Mother's Cake und Avec ++ 6 neue Fotostrecken "Live at Posthof"
Eine komplette Hand voller Grenzen sprengender Granaten neu im Posthof-Programm
Ersatztermin 22.4., Karten behalten Gültigkeit
23., 24., 29.3. im Linzer City-Kino

Specials