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Programm
Ahoi! Pop 2019 | Das Posthof Ahoi! Pop & Mehr-Abo
Mi. 30.10.2019 // 20:00 | Songwriter/Pop

Get Well Soon Big Band / Wallis Bird / Black Sea Dahu


// GS (num. Sitzpl.): € 25/28/32 // Tickets!


Get Well Soon (c) Clemens Fantur

Get Well Soon | Es gibt Menschen, die haben Angst vor Alpträumen, und es gibt Konstantin Gropper. "Ich freue mich eher über einen bösen Traum", sagt der Künstler, der 2018 mit "The Horror" sein fünftes Album als Get Well Soon veröffentlichte. "Ich träume so selten spektakulär, dass solche Alpträume für mich wie Inspirationsgeschenke sind. Ich wache auf und denke: daraus muss ich einen Song machen." Das hat er. Drei seiner verwirrendsten Träume hat er verarbeitet und drumherum ein ganzes Album voller orchestraler Musik über die Angst geschaffen, das seine Hörer zunächst weich bettet, nur um sie dann in umso abgründigere Sphären zu entführen.

Mit filmischen Arrangements und Konzeptalben kennt Gropper sich aus. Seit vor zehn Jahren sein Debüt "Rest Now, Weary Head! You Will Get Well Soon" zeigte, wie mühelos sich große Instrumentierungen, eigentümliche Gedankengänge und eine Crooner- Stimme für die Ewigkeit in einem WG-Zimmer zum perfekten Pop-Album basteln lassen, hatte er seine Finger in vielen Bereichen im Spiel. Er hat Soundtracks für Filme und Serien geschrieben, war als Produzent mit dem deutschen Rapper Casper und dem kanadischen Pop-Dandy Sam Vance-Law im Studio und ist dabei trotzdem der Pop-Outsider mit dem eigenbrötlerischen Soloprojekt geblieben.

Als Get Well Soon hat er Platten aufgenommen, die vom Stoizismus oder der Liebe handeln und mal wie ein Italo-Western klingen, mal wie ein Geisterschiff auf dem Marimba-Ozean, mal wie die größten Hits der 80er und 90er und mal wie eine warme Decke, unter der sich die Umrisse verlorener Städte abzeichnen. So viele riesig absurde Ideen vereint sonst niemand zu so schönen Songs weit abseits aller flüchtigen Trends und erschafft damit jedes Mal wieder einen ganz eigenen musikalischen und thematischen Kosmos. Warum jetzt also nicht ein vom Sinatra-Sound der 50er Jahre inspiriertes Album, das von den Schrecken unserer Zeit erzählt und damit aktueller klingt als jeder seiner Vorgänger?

"Weil ich schon immer ein Album mit diesem Sound machen wollte", sagt er. "Und weil er zu dieser Zeit passt, in der die Idylle unserer sicheren Welt zusammenbricht." Keine Horror- Klänge also, kein dokumentarisches Werk, sondern ein subversiver Traum-Soundtrack, der einem schmeichelt bevor sich der Abgrund auftut. "Die besten Horror-Filme sind doch die, in denen man das Monster nicht zu Gesicht bekommt, in denen die Bedrohung nicht greifbar ist."

Aktuelle CD: "The Horror" (2018), Caroline International

Wallis Bird (c) Oellermann

Wallis Bird | Gesucht: Synthese von folkigen Roots & Soul. Gefunden: Wallis Bird, zuverlässiger Garant für die explosive Mischung von Musikstilen. Seit Jahren spannt sie ihre Stimme wie ein Stahlseil zwischen unterschiedlichen Musikgenres. Und auf diesem Seil experimentiert und tanzt sie. Sie lässt sich dabei in ihren musikalischen Ambitionen nicht irritieren und geht ihren eigenen Weg. Das muss man können, sich so sicher im Koordinationssystem zwischen Folk, Rock, Pop & Soul zu bewegen. Seit fünf Alben wächst ihr Ansehen stetig, wobei sie häufig mit Janis Joplin verglichen wird. Wallis beherrscht zudem die Kunst der Improvisation und den Zauber des unkonventionellen. So bewegt sie sich elegant auf dem Seil, auf ihre außergewöhnliche Stimme und ihre riesige Musikalität vertrauend. Und eines weiß sie: Man muss auf dem Seil auch mal springen. Oder wie die Irish Times so schön sagte: Die Energie von Wallis Bird könnte eine ganze Volkswirtschaft in Schwung bringen.

Jetzt hat die in Berlin lebende Irin ihre Release-Tour angekündigt: Über 50 Konzerte quer durch Europa, Australien, Neuseeland, Japan und Nordamerika, viele davon in speziellen Konzerthäusern (z.B. der Berliner Kammermusiksaal der Philharmonie oder das legendäre Vicar Street-Theater in Dublin). "Die neue Tour trägt den Namen ‘New Moon-Tour, da mir die Symbolik des Mondes wichtig ist: Sie steht für den Welten-Übergang, die Weiblichkeit, das Vergehen der Zeit und den Neubeginn; aber auch für die dunkle Seite des Lichts. All diese Punkte spiegeln wider, wie ich mich an meinem aktuellen Lebenspunkt fühle. Das ist mein ‚new moon‘."

Dieses vor Energie nur so berstende Janis-Joplin-Temperament, mit dem Bird die Hallen in Windeseile auf Betriebstemperatur bringt, wird ihre Release-Tour erstmals bewusst komplett solo bestreiten. Wer eine ihrer wenigen Solo-Performances erlebt hat, weiß, was man erwarten kann. Bird füllt mit ihrer einzigartigen Bühnenpräsenz Räume, wie es nur wenige Künstler imstande sind zu tun. Es ist diese Energie, diese Leidenschaft für Musik und die Zuhörer, die man spürt. "So sehr ich es liebe, mit meiner Band zu spielen, habe ich mich entschieden, etwas Neues zu probieren und mich hier einer Herausforderung zu stellen und herauszuarbeiten, worin meine große Stärke liegt. Ich bin in meinem Element, wenn ich eine Bühne füllen kann und mit den Besuchern diese Verbindung aufbauen kann. Jede der Shows wird zudem von Visual Arts untermahlt, was das Ganze zu einem besonderen Konzerterlebnis wachsen lässt."

Wallis Bird hat sich ihre Karriere und den Respekt der Kritiker und Fans Schritt für Schritt erarbeitet. Die Bilanz kann sich dabei sehen lassen: Über 800 Konzerte weltweit in den letzten 12 Jahren, zwei mal hat sie den irischen Musikpreis gewonnen (Meteor Award), zwei mal war sie für den Irish Choice Prize nominiert (irisches Equivalent zum Mercury Prize), 2017 hat sie den deutschen Musikautorenpreis (Kategorie Rock/Pop) gewonnen, und 2019 wurde sie für den US-Preis "International Folk Music Award" nominiert.


Black Sea Dahu (c) Paul Märki

Black Sea Dahu | "White Creatures", das Debütalbum von Black Sea Dahu, ist genau die Art von Platte, die deine innere Architektur neu ordnet und die dich letztendlich die Welt und dich selbst in einem neuen Lichte betrachten lässt. Wenn du es zulässt. Drückt man auf Play, begibt man sich im Grunde auf die Suche nach einer Vision, betrachtet man eine Darstellung menschlicher Verfassung, gleich einem Röntgenbild, so wie Sängerin und Songwriterin Janine Cathrein sie erlebt. Die gesamte Reise - denn danach fühlt es sich an - ist eine kiesige und staubige, aber reich orchestrierte und filmische Lesart urbaner Folk-Ästhetik. Die Arrangements, durchweg riesig, unterstützen und verstärken das sorgsam abgestimmte und emotional getränkte Songwriting - so wie man es eigentlich eher von KünstlerInnen mit umfangreichem OEuvre erwarten würde. Black Sea Dahu dagegen startet gerade erst.

Aktuelle CD: "White Creatures" (2018), Black Sea Dahu

Montag, 24. Juni 2019

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