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Programm
Di. 19.03.2019 // 20:00 | Pop/Rock

Sophie Hunger

Molecules Tour 2019


// GS: € 32/34,50/38, num. Sitzpl. (Balkon): € 38/40 // Tickets!


Sophie Hunger (c) Marikel Lahana

Presented by FM4-Indiekiste

Beim FM4-Interview in Berlin schnappt sich Sophie Hunger ein Vinyl ihres neuen Albums und macht damit Handsignale. Sie ergänzt die dargestellten Finger, die am oberen Rand des Covers abgeschnitten sind, mit ihren fleischlichen und wächst so über sich selbst hinaus. Sie hat sich erweitert. Auch im musikalischen Sinn. Der Folk, den die Schweizerin im Interview als Basis für ihre bisherige Musik beschreibt, ist vorerst dahin. Ausgetauscht durch Clubsounds und Krautrock-Patterns.

Die Bernerin ist vor einigen Jahren zur Berlinerin geworden. Sie hat sich nicht nur in das hedonistische Nachtleben gestürzt, sondern auch mit der deutschen Popmusik beschäftigt - von den Krautrockern der 70er über die Elektro-Pioniertaten von Kraftwerk bis zum vielfältigen Soundgemisch der Berliner Clubs, das den aktuellen Pulsschlag der Bundeshauptstadt bestimmt.

Hunger eignete sich dafür in einem Lehrgang Produzenten-Skills an und entdeckte die Freiheit, die mit dem Musikmachen in den eigenen vier Wänden einhergeht. Aber auch die Einsamkeit. Denn eine Beziehung ist zerbrochen und der Blues stellte sich ein.

Der erklingt auf "Molcules", ihrem siebten Studioalbum, nicht geklampft, chansonhaft oder klimperisch. Er brazt, fiept und pulsiert. Und das auf Englisch. Sophie Hunger will es wissen. Sie stellt sich erstmals dem englischsprachigen Markt. Davor konnte sie sich hinter dem Sprachengewirr aus Schwyzerdütsch, Englisch und Hochdeutsch verstecken, wie sie selbst zugibt. Jetzt nicht mehr. 10 der 11 Songs auf "Molecules" sind englisch getextet.

Die dritte Album-Komponente steckt im Titel: "Molecules", also Moleküle, deutet eine stoffliche Basis an. Sie wollte wissen, was vor dem Gefühl kommt, sagt Hunger im Interview, die ganze Gefühlsduselei der Singer-Songwritermusik sei auf Dauer langweilig. Was ist die Basis von Liebe? Luftdruck! Sie habe sich mit der Funktion von Teilchenbeschleunigern und der Beschaffenheit von Elementarteilchen beschäftigt.

"Molecules" ist trotzdem keine kühle Laborplatte geworden. Der Elektro-Blues steht Sophie Hunger gut. Stücke wie "She Makes President", "Tricks" und "Electropolis" (in Anspielung auf Fritz Langs Stummfilmklassiker "Metropolis") spielen ihr volles Potenzial aus. Die Grundstimmung der Melancholie legt sich über die Melodien wie das Novembergrau über die neue Heimatstadt. Darunter glimmen Songs wie "Sliver Lane" und "There Is Still Pain Left".

Sophie Hunger ist in eine neue Stadt gezogen. Sie hat etwas verloren und etwas gewonnen. Und sie weiß, dass das immer so sein wird.

(FM4 / Christian Lehner)

Aktuelle CD: "Molecules" (2018), Caroline International

Montag, 10. Dezember 2018

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