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Programm
Last Minute 2016 | Das flexible Posthof-Abo
Mi. 09.11.2016 // 20:00 | Theater

Frühlingsopfer

aufgeführt von She She Pop und ihren Müttern


// GS (num. Sitzpl.): € 23/25/27 // Tickets!


Gemeinsam mit den eigenen Müttern bringen die Performerinnen von She She Pop die Performance "Frühlingsopfer" nach Igor Strawinskis "Le Sacre du Printemps" zur Aufführung. Im Mittelpunkt steht die Frage nach dem weiblichen Opfer in der Familie und in der Gesellschaft. Dafür überblenden She She Pop bewusst die religiöse Sphäre des rituellen Menschenopfers aus "Le Sacre du Printemps" mit der ethischen Frage des persönlichen Verzichts zwischen Frauen und Männern sowie zwischen Müttern und Töchtern.

Diese Überlagerung erzeugt sofort Widerwillen: Sich als Frau für andere aufzuopfern ist ein Programmpunkt eines heute peinlich veralteten Normenkatalogs. Die überragende Bedeutung von Selbstermächtigung und persönlicher Freiheit hat alle Akte des Verzichts und der Hingabe in ein obskures Licht verrückt. Das archaische Frühlingsopfer dagegen steht für die Gewissheit, dass jede Gemeinschaft Opfer fordert, ja sogar erst um das gemeinsame Opfer herum entsteht und bestätigt wird.

In der Überlagerung dieser Sphären sehen She She Pop die Möglichkeit, ein Thema zu entwickeln, das stumm zwischen den Generationen steht. Wie bei Strawinski entfaltet sich ihr "Frühlingsopfer" selbst als ein Ritual: Die Begegnung von She She Pop, ihren Müttern und dem Publikum wird in aller Feierlichkeit inszeniert. Doch im Gegensatz zu der Gemeinschaft, die sich bei Strawinski versammelt, besteht bei She She Pop und den Müttern keineswegs fraglose Einigkeit über das Vorgehen, im Gegenteil. Zweifel stehen von Anfang an im Raum. Aber ebenso der Entschluss, es gemeinsam zu versuchen.

Frauen und Körper, das mag abgedroschen wirken. Doch ist der Tanz Ausdruck für frühere Zeiten, als nur kritisiert oder nie kritisiert wurde; als die Mutter jedes Familienfest mit schlechter Laune sabotierte; als Erwartungen unausgesprochen in der Luft hingen... kein Strafgericht, sondern, nun ja, eine Liebeserklärung. Am Ende steht nicht der Tod, sondern die Versöhnung." (Neue Zürcher Zeitung)

"Weit mehr als eine therapeutische Gruppensitzung. Zum großen - ästhetischen - Glück." (Badische Zeitung)

Premiere April 2014, HAU, Berlin
Konzept: She She Pop
Von und mit: Cornelia und Sebastian Bark, Heike und Johanna Freiburg, Fanni Halmburger, Lisa Lucassen, Mieke Matzke, Irene und Ilia Papatheodorou, Heidi und Berit Stumpf, Nina Tecklenburg
Musik: Le Sacre Du Printemps (Igor Strawinsky); Bühnenrechte: Boosey & Hawkes, London, vertreten durch: Thomas Sessler Verlags-GmbH, Wien Musikverlag
Video: Benjamin Krieg & She She Pop
Bühne: Sandra Fox & She She Pop
Kostüm: Lea Søvsø
Musikalische Mitarbeit: Damian Rebgetz
Choreographische Mitarbeit: Jill Emerson
Künstlerische Mitarbeit & Koordination: Ruschka Steininger
Lichtdesign/Technische Leitung: Sven Nichterlein
Licht: Michael Lentner
Ton: Florian Fischer
Video Assistenz: Anna Zett
Übertitel: KITA (Anna Kasten)
Produktion/PR: ehrliche arbeit - freies Kulturbüro
Tour Organisation: Tina Ebert
Administration: Aminata Oelßner
Company Management: Elke Weber

Eine Koproduktion von She She Pop mit dem HAU Hebbel am Ufer, FFT Düsseldorf, Künstlerhaus Mousonturm, Kaserne Basel, brut Wien, Prager Theaterfestival deutscher Sprache/Archa Theater Prag, Kyoto Experiment und Théâtre de la Ville/Festival d'Automne à Paris
Residenz gefördert durch Art Center Kyoto, Kyoto Experiment und Goethe Institut

Gefördert durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin- Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten und den Hauptstadtkulturfonds Berlin

Diese Veranstaltung wird ermöglicht durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ im Rahmen der Gastspielförderung Tanz aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Kultur- und Kunstministerien der Länder.


Samstag, 16. Februar 2019

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