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Programm
Fr. 12.10.2018 // 20:00 | Theater

Philipp Hochmair

Schiller Rave


// GS (num. Sitzpl.): € 23/26/29 // Tickets!


Philipp Hochmair (c) Christian Flemming

Foto (c) Heike Blenk

Eine Klassiker-Übermalung und Befreiung. Ein Teilchenbeschleuniger, in dem Verse und Rave kollidieren, um unmittelbar aufzublitzen. Von der schnellen Nummer bis zum Seelen-Trip ist alles möglich. Der gefeierte Schauspieler Philipp Hochmair gestaltet einen Abend mit vom Geist der Revolution getragenen Balladen und Gedichten Friedrich Schillers. In ihnen spiegelt sich Schillers enthusiastische Zuversicht in das Vermögen des Einzelnen, sich in den Lauf der Geschichte einzubringen.

Ältere Menschen können diese Texte zumeist auch selbst noch rezitieren. Wer aber nach 1970 geboren ist, dem sagen "Bürgschaft", "Erlkönig" oder "Glocke" meist kaum mehr was. Man weiß noch, dass es da diese langen Gedichte gibt, die man mal lernen musste. Meist weiß man nicht mal mehr, ob das jetzt von Goethe oder Schiller war. Deutschlehrer schaffen es kaum, dass Schüler sich überhaupt mit diesen Texten in etwas altertümlicher Sprache befassen. Dabei enthalten sie so viel Energie. Das zu zeigen, ist das Verdienst von Philipp Hochmair und der Elektrohand Gottes.

"Weil ich die Energie verkünden will. Ich will der Poesie meine Stimme verleihen", begründet der 44-Jährige die Idee des Abends: "Dass man die verstaubten Texte als Energiequelle wahrnimmt." Der normale Theaterbetrieb langweile ihn, wenn jeder Schritt und jede Geste genau festgelegt sind und er sie Abend für Abend auf der Bühne wiederholen soll. Aber er kann nicht von der "Droge Sprache" lassen und sucht sich deshalb ständig neue Projekte. So hat er auch diesen Balladenabend als work in progress entwickelt. Fertig ist es nämlich erst, wenn er die "Glocke" bis zum letzten Vers auswendig kann, und wenn er auch den "Zauberlehrling" im Programm hat. Und vielleicht fehlt ja auch noch was.

Fast zwei Stunden füllt Hochmair damit aktuell. Zwar ist auch das natürlich anders als das aus dem Deutschunterricht bekannte Geleiher gelangweilter Schüler. Dennoch zeigt sich die Meisterschaft des Könners - und des Textes - wenn er auf der Bühne steht und zu den Elektrobeats den Text wiederholt.

"Hochmair tritt auf mit Ringen an fast allen Fingern, dicken Goldkreuzen um den Hals, mit Tarnhose, orangem T-Shirt und Sakko. Er sieht aus wie ein Raver auf der Technoparty oder ein Rapper. Aber er verströmt so viel mehr Energie mit seinem Sprechen. Denn singen kann er nach eigener Einschätzung nicht, deshalb lässt er es. Aber dem Zuhörer erscheint sein Auftritt fast als Sprechgesang... Aber während die sich mühen müssen, weil sie kaum was zu sagen haben, vertraut Hochmair auf die Kraft der alten Dichter. 'Das Lied von der Glocke', 'Die Bürgschaft', 'Der Taucher", "Der Handschuh', 'Der Ring des Polykrates', 'Der Erlkönig' und als Zugabe 'Der Totentanz' enthalten alles, was das Menschsein spannend macht. Liebe und Tod, Hoffnung und Verzweiflung, Vertrauen und Verrat, Neid und Übermut, Stolz und Gewalt - da steckt wirklich alles drin." (Schwäbische)

Mit: Philipp Hochmair. Elektrohand Gottes: Jörg Schittkowski, Tobias Herzz Hallbauer, Alwin Weber


Mittwoch, 20. Juni 2018

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