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Programm
Sa. 17.07.2021 // 20:00 | Pop

Granada


// FrischLuft-Bühne: € 29/33/37 // Tickets!


Granada (c) stellaswork.at

Nach der pandemischen Zwangspause spielt’s wieder Granada in allen welt- und tanzmusikalischen Schattierungen. Jedenfalls tönt die grandiose neue Single ungezwungen bunt, wie man es von Granada liebt und schätzt. "Lomari" - zu Deutsch "Fuchs" - heißt sie und führt uns in das uralte, immer wieder abstruse Irrwege spinnende Feld der Esoterik: "Lomari" bedient sich einer ebenso alten Erzählweise: der Fabel. Satirisch, kritisch wird aus der Sicht eines "ehrlichen" Scharlatans - wenn man so will, eines modernen Reineke - erzählt. Thomas Petritsch dazu: "Bei der Textarbeit ist es mir darum gegangen Lichtarbeit, Handlesen, Wahrsagen und dergleichen aufzuarbeiten. Wie man die Suchenden zu Glaubenden werden lässt. Sie ködert, abzieht und bei Laune hält, ihnen vermittelt, man bringt Licht ins Dunkel, schenke ihnen Einsicht."

Was bietet sich musikalisch besser an, als sich ähnlich wie zahlreiche derartiger Strömungen in indischen Gefilden zu tummeln? Das Ergebnis ist eine wilde Maskerade, die man im dazu erscheinenden Musikvideo humorvoll inszeniert genießen kann und die eventuell dem einen oder anderen ein bisschen sauer aufstoßen könnte. Darauf ein Gläschen hausgebrautes Granada-Wasser!

Granada, die österreichische Neo-Austropop-Band aus Graz. Vielleicht ist es die fast schon mediterrane Leichtigkeit der Steiermark, die den unverwechselbar ehrlichen Charme der fünfköpfigen Formation prägt. Neben Akkordeonisten Alexander Xidi Christoph sind Granada Gitarrist Luskacz Custos, Thomas Petritsch, Sänger, Multiinstrumentalist und Tausendsassa (Effi), Jürgen Schmidt am Bass und Roland Hanslmeier am Schlagzeug. Es scheint als habe Petritsch, Gründer von Granada in dieser Konstellation, nicht nur sprachlich seine Wurzeln gefunden: "Von Anfang an war mir klar, dass ein Akkordeon dabei sein muss. Einerseits als urwienerisches Instrument, andererseits ist es ja auch in der steirischen Musik sehr wichtig."

Der freundschaftliche Spannungsbogen der beiden Städte findet sich immer wieder. Spielerisch schaffen es Granada, Einflüsse aus dem Balkan, wo man Graz mit wohlwollender Unschärfe dazurechnen könnte, neben der rotzigen Attitüde des Wienerliedes zu servieren. Und zwar so, dass es einfach und leicht wirkt. Das sollte sich auch auf dem kommenden, dritten Album niederschlagen, an dem bereits emsig gearbeitet wird. Denn Granada nahmen die coronabedingte Zwangsunterbrechung einfach als unerwartete Einladung, sich vertieft mit Produktion, Instrumentierung und Texten zu befassen. Bassist Jürgen über die Zeit im Tonstudio: "Wir haben uns gemeinsam eingesperrt und hatten so die Chance uns zusammen noch einmal neu zu erfinden. Eine intensive Erfahrung."

"Die Band ist selbstbewusst, aber nicht abgehoben, verschwitzt, aber nicht prollig, intelligent, aber nicht kunstbeflissen, und auf alle Fälle sehr weit weg von Wien. Das ist ok, Granada kommen schließlich auch aus Graz." (Nürnberger Nachrichten)


Samstag, 19. Juni 2021

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