• aenderungen c tom mesic k
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Programm
Sa. 13.11.2021 // 20:00 | Clowntheater

Gardi Hutter (CH)

Gaia Gaudi


// GS (num. Sitzpl.): € 22/25/28 // Tickets!


Gardi Hutter (c) Sabine Wunderlin

Ersatztermin für 13. November 2020

Glücklicherweise sterben wir. Es wäre ja sonst viel zu eng auf dieser Erde, auf keiner Parkbank fände sich noch ein freier Sitzplatz, und Theaterkarten für heute Abend hätte man schon vor Jahrzehnten reservieren müssen.

Der Tod schafft Raum, für die nächsten und weitere Generationen, und ermöglicht so Verlebendigung. Gardi Hutter, alias Hanna, hat Übung im Sterben. In bisher acht Stücken war sie am Schluss sieben Mal tot. Der Tod des Clowns provoziert das ursprünglichste Lachen, das die Menschen erfunden haben, um sich mit dem unabwendbaren eigenen Ende auszusöhnen.

In "Gaia Gaudi" ist Hanna gleich von Anfang an tot. Das Publikum versteht das sofort, nur Hanna nicht. Von so etwas Unwichtigem lässt sie sich nicht aufhalten. Man sagt, die Seele eines Verstorbenen bleibe noch eine Weile im Raum. Hannas Seele flattert so ungetrübt, dass der Körper sie genervt packt und hinüber bugsiert: er hört das Rumoren der nächsten Generation.

Der Tod ist, wie jeder Schlusspunkt, auch immer ein Anfang, und in diesem Sinne ein Übergang: für Gläubige in eine andere Welt, für Wissenschaftler in einen anderen Zustand, und für Theaterleute in eine andere Phantasie. In "Gaia Gudi" geht es um Wurzeln und um Flügel. Um Beständigkeit und Erneuerung, und um den großen Strom von Generationen, die das Leben immer weitergeben - und sich ab und zu auch auf die Köpfe hauen.

Und da eine Clownerin, eine Sängerin, eine Tänzerin und ein Percussionist diese Geschichte erzählen, wird der Abend voller Überraschungen sein. So wie das Leben auch. Dirigiert wird das neue Werk von Michael Vogel, Mitbegründer und langjähriger künstlerischer Leiter von "Familie Flöz".

"Mit einer roten Nase ist der Tod ein Witz... Die Schöpfercrew ist dieses Mal generationen- und kulturübergreifend, man unterhält sich mit Obertonstimme oder auf Brabbel-Speak. Mit nichts mehr, aber auch mit nichts weniger gelingt der Familie ein Wurf in die Welt - eine hochpoetische und hochpräzise kollektive Sterbe- und Geburtsübung." (Neue Zürcher Zeitung)

Von/mit: Gardi Hutter, Neda Cainero, Juri Cainero, Beatriz Navarro
Regie/Coautor: Michael Vogel
Musik: Juri Cainero, Neda Cainero
Choreographie: Beatriz Navarro
Assistenz: Heleen Klooker
Kostüme: Valentina Rinaldi
Bauten: Thomas Fri Freydl
Masken: Mafalda da Camara, Beatrice Hutter
Team-Coaching: Marianne & Ivan Verny
Tour-Technik: Raffaella Benini, Rebecca Vonlaufen, Marius Kirch

In Koproduktion mit: Theater am Hechtplatz Zürich, LuganoInScena (LAC Lugano), Theaterhaus Stuttgart


Montag, 23. November 2020

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