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Programm
Mo. 18.10.2021 // 20:00 | Songwriter/Pop

Faber


// GS: € 36,9/39,9/45 // Tickets!


Faber (c) Peter Kaaden

Ersatztermin für 4.11.2020

Bei Faber entstehen Lieder, die ein Spiegel der Gesellschaft sind, aber gleichzeitig mehr denn je auch von den persönlichen Befindlichkeiten und aus dem Leben dessen erzählen, der sie singt. Weil das eine das andere bedingt, wir alle ein Produkt der Gesellschaft sind, in der wir leben und diese gleichzeitig mitgestalten. Insofern gelingt Faber die höchste Kunst des Pop: aus eher introspektiven Betrachtungen und eigenem Erleben zu Momenten von universeller Gültigkeit zu gelangen.

Nachdem am 1. November 2019 sein neues Album "I fucking love my life" erschien, wird Faber ab Februar kommenden Jahres auf Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz gehen. Der Großteil der Termine ist bereits ausverkauft und daher legt Faber nun nochmal nach und verlängert die Tour mit weiteren Konzerten im nächsten Herbst!

Mit seinem Debütalbum "Sei ein Faber im Wind" hat er 2017 den Startschuss für eine schon jetzt beeindruckende Karriere gelegt: Drei ausverkaufte Tourneen, Headlinerslots auf geschmackssicheren Festivals, Faber wurde von Kritik und Fans gleichermaßen gefeiert. Gemeinsam mit seiner Band, steht Faber nun schon seit Jahren gemeinsam auf der Bühne. Und das hört man: Faber live - das groovt, ist trickreich, flüssig und klingt wie aus einem Guss. Blindes musikalisches Verständnis.  

Faber arbeitet eher wie ein beobachtender Schriftsteller, als dass er so beliebten authentisch-melancholischen Formatradio-Songwriter mit Dreitagebart gibt. Wegen dieser Rollenspiele ecken seine Songs an. Und gleich die erste Singleauskopplung aus "I fucking love my life" trägt den Titel "Das Boot ist voll" und tut genau das. Sie polarisiert. Ein durchaus brutales Statement gegen den Rückfall in düstere Zeiten, eine Kampfansage an die rechtspopulistischen Spinner, die nicht nur in Deutschland aus ihren Löchern kriechen. Faber gesteht kurz nach Veröffentlichung ein, dass er vielleicht zu weit gegangen ist: Nach Veröffentlichung des Songs ist er unzufrieden mit dem drastischen Refrain und lässt ihn - gegen die Meinung seines Umfeldes - durch eine neue Version ersetzen. In den Medien braut sich ein erster kleiner Sturm der Entrüstung zusammen.

Faber bringt die Ambivalenzen der Jetzt-Zeit auf den Punkt. Alles widerspricht sich. Die einen wollen den Planeten retten, fahren aber mit dem SUV zum Biomarkt. Die anderen schauen Pornos, können sich aber nicht mehr verlieben. Allein die Oberfläche gibt noch Halt. Sinn macht längst nichts mehr. Und Faber steht daneben, ein Glas Wein in der Hand und versteht die Welt nicht mehr. Versteht sich selbst nicht mehr. Und tut das, was er am besten kann: Er singt darüber.

Bald auch endlich wieder dort, wo er einfach hingehört: Auf der Bühne, in den Clubs, wenn es draußen dunkel ist. Gucci-Anzug von '96, vollgeschwitzt. Mit Rotweinflecken und Kippe im Mundwinkel. Eine Gitarre in der Hand. Ein paar Zeilen, die so kein anderer schreibt. Mehr braucht er dafür nicht.

Besetzung: Faber: Gesang, Gitarre; Tillmann Ostendarp: Posaune & Percussion; Janos Mijnssen: Bass & Cello; Max Kämmerling: Gitarre, Percussion & Saxophon; Silvan Koch: Piano
Aktuelles Album: "I fucking love my life" (2019), Vertigo Berlin

Sonntag, 20. September 2020

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