Mi 13 Mai 26 20:00 Indie

Commuter / Swim Swim Naked

KS: € 12/15/19

Das Athener Quartett betreibt mit kantigen Gitarren und treibendem Puls massiven Druckaufbau. Einen reizvollen Gegenpol setzt das Duo aus Ungarn mit elektronischem Pop und schrägen Klangideen. Supported by Liveurope.

Commuter | Ein Sound wie eine aufgeschürfte Oberfläche, darunter: Druck, Tempo, Nervosität. Aus Athen kommt hier ein frisches Quartett um Dionysis Koutavas (Gesang, Gitarre), gemeinsam mit Dimitris Koutsoulis (Drums), Spilios Kakkas (Bass, Gesang) und Kostas Bariamis (Gitarre), das Post-Punk nicht zitiert, sondern benutzt - als Werkzeug, als Reibungsfläche, als unmittelbare Reaktion auf eine Gegenwart, die sich nicht beruhigen lässt. "Guilt Eraser", das aktuelle Debüt von Commuter, wirkt wie ein Protokoll dieser Spannung: kantige Gitarren, ein Puls am Anschlag, eine Stimme, die weniger erzählt als antreibt.

Schon die erste, selbstbetitelte EP von 2023 markierte diese Richtung klar - roh, konzentriert, ohne Umwege. Was damals angelegt war, zieht sich nun durch das gesamte Album: keine nostalgische Rückschau, sondern eine ziemlich dringliche Bestandsaufnahme. Zwischen britischer Gegenwart und nordamerikanischer Kälte verorten sich die Songs in einer Linie, die zurückreicht, ohne stehen zu bleiben. Der Zugriff bleibt schnörkellos, fast störrisch - und genau darin liegt die Wucht.

Live wird das zur Verdichtung: Schweiß, Druck, kaum Distanz zwischen Bühne und Raum. Kein dekorativer Lärm, sondern kontrollierte Eskalation. Wer mit Acts wie Dry Cleaning, Protomartyr oder A Place to Bury Strangers auf der Bühne steht, weiß, wie man Spannung hält - und wann man sie kippen lässt.

Aktuelles Album: "Guilt Eraser" (2024)

Swim Swim Naked | Zwischen Pop und Experiment, zwischen klarer Melodie und kontrolliertem Kontrollverlust: Das ungarische Duo baut sich einen Soundraum, in dem nichts ganz dort bleibt, wo man es erwartet. Elektronische Strukturen treffen auf organische Irritationen, rhythmische Verschiebungen auf fließende Hooks - und mittendrin immer wieder dieses spielerische Moment, wenn plötzlich Wassergeräusche zum Taktgeber werden.

Erst 2024 gegründet, agieren die Sängerin und ihr Produzent bereits mit bemerkenswerter Selbstverständlichkeit zwischen Clubästhetik und Performance. Auf der Bühne: markante Jumpsuits, farbige Kabel, ein Setup, das mehr Installation als klassisches Konzert sein will. Dahinter steckt kein Gimmick, sondern ein klares Verständnis von Klang als Raum.

Frühe internationale Aufmerksamkeit ließ nicht lange auf sich warten - von Sofar Sounds bis zu Supportshows für Kadebostany und Cari Cari, von Underground-Festivals in Skandinavien bis zur PIN Music Conference. Eine Zusammenarbeit mit dem renommierten Produzenten Mo Hausler markiert dabei einen ersten künstlerischen Meilenstein.

These concerts are supported by Liveurope, the first pan-European initiative supporting concert venues in their efforts to promote emerging European artists. Liveurope is co-funded by the Creative Europe programme of the European Union. 

  


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