
Velojet / Sen Lotus / Artifacts / Against Electrostatic / Super Pursuit Mode
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Indie-native |...wird ab sofort für heimische Indie-/Alternative-Acts als Förder-Plattform dienen. Nachdem sich METAL OVERDOSE und PUNKORAMA zu fixen Bestandteilen des Posthofprogramms entwickelt haben und über regen Zulauf erfreuen (zuletzt waren beide Jännerausgaben ausverkauft!), wird mit INDIE-NATIVE MusikerInnen und Bands aus dem Indie-/Alternative-Genre, die Möglichkeit geboten sich im Posthof zu präsentieren.
Der Startschuss erfolgt am 19. Februar mit AGAINST ELECTROSTATIC (Linz), SUPER PURSIUT MODE (Wien), ARTIFACTS (Linz), SEN LOTUS (Linz) und VELOJET (Wien). INDIE-NATIVE wird 4 bis 5 mal pro Jahr stattfinden. Die Termine für die kommenden Veranstaltungen sind außer auf www.posthof.at auch noch auf folgenden Seiten zu finden:
Velojet | ...sind 2 Jungs und 2 Mädels - eine Band mit ABBA-Effekt quasi. Mit der schwedischen Hitfabrik verbindet die FM4-Lieblinge ein ausgesprochenes Gespür für Pop-Melodien - allerdings eher im Stile der 1960er. Ihre Vorliebe für THE BEATLES und THE BEACH BOYS packen VELOJET in fein ziselierte Gitarrenpop-Vehikel, die es auch an den Docks von Liverpool 1967-2005 bis vor den glitzernden Vorhang geschafft hätten. Kleine Pop-Symphonien, die gleichermaßen mit Leichtigkeit wie Notwendigkeit in stetiger Brillanz aus dem Ärmel geschüttelt werden. Mit Album Numero 3 "Heavy Gold And The Great Return Of The Stereo Chorus" verfeinern Songwriter René Mühlberger und KollegInnen ihr stilistisches Spektrum erneut.
Der ellenlange Titel kurz erklärt: Das "schwere Gold" ist das funkelnde Produkt der harten Arbeit, die VELOJET im Entstehungsprozess des Albums verrichtet haben. Und mit "The Great Return Of The Stereo Chorus" feiern die aus Steyr zugezogenen Wiener nichts weniger als die Rückkehr der zwingenden, euphorischen Refrains, der Chorpassagen, die nicht nur einmal das Herz aufgehen lassen. Wozu auch länger Angst haben vor fetten Refrains? Ein Novum im Soundgefüge sind die herzerwärmenden Streicher-Passagen bei einigen Songs, die auch Teil der Live-Umsetzung sein werden. Da VELOJET bei aller Melodieseligkeit natürlich auch fulminant rocken können, darf man höchst gespannt sein, wie uns die Band ihr neues Material live kredenzen wird...
Sen Lotus | Seit Mitte der 1980er-Jahre frönt der Singer/Songwriter Peter Trebo mit unterschiedlichen Bands und immer wieder neuen Besetzungen unbeirrt seiner Leidenschaft: dem Indie-Rock anglo-amerikanischer Prägung mit engagierten Texten. War das Album "Sonne" (2007) noch der etwas schlagerhaft anmutende Startversuch der neubesetzten Band um Bandleader, Sänger, Gitarrist und Songwriter Peter Trebo, geht es im Ende 2009 fertig eingespieltem Longplayer "Straße der Zuversicht" rauer und härter zu. SEN LOTUS macht leidenschaftlichen, impulsiven Indie-Pop mit Hang zu klassischem Songwriting und sehr eingängigen Melodien, wobei die Schattierungen und Einflüsse eher in Richtung britischer und amerikanischer Gitarrenmusik gehen, die Texte neuerdings aber in Deutsch gehalten sind.
Artifacts | ...spielten im letzten Jahr Tourneen in der Schweiz und in Deutschland, wobei einige Freundschaften entstanden. Klassische Songwriting-Strukturen treffen auf 6-Minuten-Lieder, Echoschleifen begegnen verhallten Gitarren, während die Songs sowohl in gemächlichen 7/8 Schritten verträumt über die Bühne wandern, als auch in geradem Takt durch das Publikum fegen. Eine Wundertüte, erstanden in einem musikalischen Sammelladen der Gefühle.
Against Electrostatic | Die Linzer spielen seit knapp einem Jahr zusammmen und haben sich mit über 20 Konzerten im letzten Jahr einen guten Ruf in der Indie-Szene erspielt.
Ihr Sound zum Nachkochen: 100g KINGS OF LEON; frische EDITORS; RAKES zum Anbraten; 1 ordentlich durchwachsenes Stück BLOC PARTY, ca. 250g; ¼ Liter IGGY POP AND THE STOOGES; und für alle die es schärfer wollen: + 1 Esslöffel ROLLING STONES, eventuell eine Prise BLACK REBEL MOTORCYCLE CLUB zum Abschmecken. Für den Nachtisch: Bood, Sugar, Sex, Magik. Weinempfehlung: ein trockener 1978er "Joy Division" (Alternative: Bier)
Super Pursuit Mode | Zwei Gitarren, Bass, Schlagzeug, Keyboard: Mehr braucht es nicht, um Beine zucken zu lassen und Köpfe zu mehr als ein bisschen Nicken zu bewegen. Ineinander greifende Gitarren, einen dominanten, knarrenden Bass, an Techno-Beats geschultes Schlagzeug, darüber, darunter, dazwischen eigenwillige Keyboard-Sounds und gleich zwei Lead-Sänger. In Schubladen lässt sich das Wiener Quintett nicht gerne stecken, wie es wohl jedem anderen Kunst- und Musik-Schaffenden auch nicht wirklich behagt.
Inhaltlich geben sich SUPER PURSUIT MODE bewusst vage und neigen dazu zu verklausulieren. Vom Dach eines offensichtlich in Flammen stehenden Hauses springende Pinguine finden sich neben Filmzitaten; eine Aufzählung von Russland-Klischees steht neben der Feststellung, dass sich nicht die Wolken, sondern vielmehr die Erde bewegt; die Beobachtung, dass Generationen einander mitunter bis aufs Haar gleichen neben einer unorthodoxen Hommage an die Queen.
Das in der Cselley Mühle in Oslip aufgenommene Debütalbum steht noch heuer zur Veröffentlichung an.









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