
Dikanda
Ein Konzert des 1999 im polnischen Stettin gegründeten Ensembles DIKANDA zählt zu den schönsten und leidenschaftlichsten Live-Erlebnissen in Sachen Weltmusik Osteuropas und darüber hinaus. Ihr lebendiger Folklore-Stil nährt sich aus dem reichen Melodienfundus der Mazedonier, Roma, Juden, Ukrainer, Polen, Russen, Griechen, Bulgaren, Araber und Türken. Angesichts dieser Dichte an Ausgangsmaterial erschöpft sich die Herangehensweise von DIKANDA aber nicht im Abspulen x-beliebiger Traditionals, sondern die sechs MusikerInnen begeben sich auf die Suche nach eigenen, aus der Folklore entwickelten Tönen, die sie mit selbst verfassten Texten kombinieren. "Dikandish Music" nennt die Band diesen würzigen Weltmusik-Mix, mit dem die Bandleaderin, Akkordeonistin und Sängerin Ania Witcak und ihre MitmusikerInnen bereits im Jahr der Gründung die ersten Folk-Wettbewerbe gewannen. Weitere Preise folgten, darunter das "Album des Jahres 2005" des Folker Magazins (für die CD "Usztijo").
Immer sympathisch, immer bodenständig und ein wahrer Wirbelwind auf der Bühne ist Ania Witczak, die - so ganz nebenbei - in ausgezeichnetem Deutsch den Abend moderiert. Live spielen DIKANDA ihr Charisma vollends aus, laden zum Abtanzen ein, lassen aber auch ihre melancholische Seite nicht unverdeckt. Ob Polkas oder Balladen, DIKANDA schenken uns ihre ganze Hingabe, eine gute Portion Spontaneität und jede Menge Energie. Ania Witcak passt sich mit ihrer klaren, schönen Stimme schnellen Rhythmen ebenso flexibel an wie lautmalerischen Passagen, und gerade bei Balladen sorgt die Kraft und die Ausdrucksstärke ihres Gesanges immer wieder für gezückte Taschentücher. Ganz nebenbei fegt sie dann auch noch mit ihrem Akkordeon virtuos durch die oft vertrackte, variable Rhythmik der Lieder und treibt sie mit ihren Bassakkorden an.
"Dikanda spielte Musik, die vor Leben sprühte - und zwar Leben in all seinen Facetten, mit all seinen Höhen und Tiefen. Ihre Musik hatte bei aller Fröhlichkeit und Traurigkeit Tiefe, war ehrlich und authentisch. Wahrlich: Die beste Band in der Welt." (Westfälische Nachrichten)




Noch keine Beiträge vorhanden