
Airbourne: No Guts No Glory-Tour
Support: Taking Dawn
Spätestens seit AC/DC wissen wir, wo die wilden Kerle wohnen: in Australien. Und gerade jetzt dreht sich ja wieder alles um den zweiten - oder besser dritten - Frühling unserer Lieblingsradaubrüder. Wessen Herz aber für bedrohte Vögel schlägt oder wer AC/DC sowieso in ihrer Bon-Scott-Ära geiler fand, der kann sich den Weg nach Wels getrost sparen (im wahrsten Sinne des Wortes). Denn mit den Recken von AIRBOURNE aus Down Under sind alle Freunde des naturbelassenen Old School Heavy Metal à la AC/DC, JUDAS PRIEST oder THIN LIZZY sicher bestens bedient. Die jungen Riffgötter aus Melbourne frönen - frei von Angst vor proletoider Anmutung - der reinen Hardrock-Lehre, als wäre seit MÖTLEY CRÜE nur mehr Weicheier-Mucke produziert worden. Nicht zu Unrecht gaben AIRBOURNE daher Anfang dieses Jahres den Support für eine Kanada-Tour der wiedervereinigten Haarspray-Metaller. "No Guts. No Glory" lautet das relativ einfach gestrickte Programm der Preisträger des Metal Hammer Golden Gods für das beste Debüt 2008. Simpel, aber gut in Fresse kommend. Was scheren einen da fehlende politische Messages, wenn es bei den Herren um das Brüderpaar Joel und Ryan O'Keeffe doch um Folgendes geht: " It's just rock and roll. We want people to have a good time, no matter what. Have a drink, play it really loud, and kick back. That's what we're here for, mate." Folgerichtig verzichten AIRBOURNE bei ihrem noch ganz frischen Album "No Guts. No Glory" gänzlich auf Schnickschnack und haben das Album in bester Springsteen-Manier im Studio wohnend, live, direkt und analog gezimmert. Das haut rein und empfiehlt AIRBOURNE für eine mächtig Spaß machende Live-Show inklusive aller lieb gewonnener Hardrock-Klischeés. Und dass AIRBOURNE Gefallen an Linz finden werden, darf auch als gesichert gelten. Denn in ihrem Track "Steel Town" berichtet die Band von der Erfahrung, dass die Crowds in Stahlstädten um einiges trinkfreudiger und entgrenzter feiern als anderswo. Da sind AIRBOURNE dann ja genau richtig hier. Also schont lieber die Welser Brutstätten des "Großen Brachvogels" und übt kräftig Luftgitarre für diesen heiter-besinnungslosen Abend!




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