HEIMSPIEL 2012 | EMPFEHLUNG DES MONATS
Di 14 Feb 2012 | 20:00 | THEATER

Theater Salon5

"Zwischen neun und neun" von Leo Perutz

MS (num. Sitzpl.): € 15/17/19

[Zum flexiblen Posthof-Abo Frühjahr 2012]

Stanislaus Demba ringt um nichts Geringeres als "die Freiheit", wird dabei in eine atemlose "Tour-de-Force" geschleudert und in unfassbare tragi-komische Begegnungen verstrickt. Dembas Höllenfahrt beginnt um neun Uhr morgens im Dachboden eines Zinshauses. Ein geöffnetes Fenster verspricht Freiheit. Die Greislerin, der Hofrat, die Bürodamen, die Studenten, die Spieler, der Antiquar, die Wiener Polizei und viele mehr stellen sich ihm in den Weg. Nur eine einzige Verbündete hat er... Man staunt: alles, was dem Stanislaus Demba der niedergehenden Monarchie widerfährt, kann einem heutigen Gejagten und Ausgegrenzten, einem als "Monster Stigmatisierten", in dieser Stadt genau so zustoßen.

Kaum eine Geschichte scheint als Einstiegsdroge in das Perutz-Universum so geeignet wie "Zwischen neun und neun". Der "größte Erfolg der unmittelbaren Nachkriegszeit" (Egon Erwin Kisch), ein irrwitziger Schelmenroman aus dem Wien der k.u.k. Monarchie des Wiener Ausnahmeschriftstellers jongliert gekonnt mit der Realität und wirft eindringlich die Frage nach der (inneren) Freiheit auf. Leo Perutz wurde 1882 in Prag geboren und siedelte 1899 mit der Familie nach Wien über. 1938 emigrierte er nach Tel Aviv. Perutz starb 1957 in Bad Ischl. Sein Werk umfasst zahlreiche Romane und Erzählungen und wurde in viele Sprachen der Welt übersetzt.

"In kurzen, punktgenau eingerichteten Szenen steigert sich die Figur Dembas in einen rasenden Verfolgungswahn... ein melancholischer Abend mit großer Darstellungskraft." (Der Standard)

"Atemlos spannende Tour de Force durch Wien - der Salon5 macht mit Leo Perutz' 'Zwischen neun und neun' Lust auf mehr" (Kurier)

"Schwanda wechselt sekundenschnell Sprachfärbungen und Nuancen, und wie er das macht, ist einfach nur großartig... Unbedingt anschauen, die Aufführung im Salon5 nicht zu sehen, ist nämlich ein großes Versäumnis." (Kulturwoche.at)

"Wer Perutz ausgelassen hat, hat viel versäumt und sollte das schleunigst nachholen" (Die Zeit)

Darsteller: Martin Schwanda, Kirstin Schwab
Dramaturgie / Regie: Viktorie Knotková, Anna Maria Krassnigg
Raum / Licht: Andreas Lungenschmid
Kostüm: Antoaneta Stereva
Film: Pavel Lukáš
Musik / Sound: Christian Mair
Gesang: Emily Cox
Produktionsleitung: Christian Mair
Aufführungsrechte: Paul Zsolnay Verlag Wien 1993

[Zum flexiblen Posthof-Abo Frühjahr 2012]




NEWS

16.05.MUSIC@POSTHOF
Die Posthof-Sendung auf Radio FRO!

16.05.Linzfest 2012
"Weltmusik 2.0" von 26. bis 28.5. im Donaupark

11.05.MUSIC@POSTHOF
Die Posthof-Sendung auf Radio FRO!

11.05.Fresh Entries Posthof-Programm
Hollywood Improshow, Retro Metal Overdose, Hader spielt Hader, Calexico

04.05.MUSIC@POSTHOF
Die Posthof-Sendung auf Radio FRO!

SPECIALS

POSTHOF 2.0

facebook twitter youtube myspace

Die Posthof Mobile App!

Available on the iPhone App Store Available in the Android market