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Programm
Ahoi! Pop 2012
Mi. 31.10.2012 // 20:00 | Songwriter/Soul

The Divine Comedy / Nicole Willis & The Soul Investigators / Florian Horwath / Conduits / Belle & Sebastian DJ-Set + Soul-Lobster DJs Walter G. & Rob Bert


// GS: € 22/24/28 // Tickets!


[Zur Festivalübersicht "Ahoi! Pop 2012"]

The Divine Comedy | Selten bespielt er das Festland, noch nie beehrte er Österreich: Neil Hannon, dessen bandgewordenes Geisteskind THE DIVINE COMEDY eines der bestgehüteten Juwelen aus dem Mutterland des Pop überhaupt ist.

Der Nordire Hannon verkörpert das, was man sich landläufig unter einem britischen Dandy vorstellt. Distinguiert, elegant gekleidet, mit leicht unterkühltem Humor und grenzenlosem Esprit. Hannon ist aber auch ein feinsinniger Komponist und Verehrer orchestraler Arrangements im Stile eines Burt Bacharach oder Scott Walker. Trotz aller Opulenz wohnt seinen Songs immer eine erfrischende Leichtigkeit inne, die im Königreich schon Mitte der 90er auf offene Ohren stieß und THE DIVINE COMEDY zum Prototypen des Chamberpop stilisierte.

Die beiden frühen, nahezu im Alleingang eingespielten Alben "Liberation" und "Promenade" zeigten schon die Meisterhand von Neil Hannon. Die Single "Something For The Weekend" vom Album "Casanova" ebnete dann den Weg in die britischen Charts, den THE DIVINE COMEDY seither mit keinem Album und keiner Single mehr verließ.

Auch an Nebenbeschäftigungen mangelt es Hannon in all den Jahren nicht: So arbeitete er von Michael Nyman bis Tom Jones, von Jarvis Cocker bis Air, von Ute Lemper bis Charlotte Gainsbourg so ziemlich mit allen zusammen, die es an Rang und Namen mit ihm aufnehmen können. Und sein Album Nr. 10 "Bang Goes The Knighthood" beweist einmal mehr, dass er denn kunstvollen Spagat zwischen Easy Listening und Bombast beherrscht wie kein anderer. Zum Auftakt des Ahoi! Pop Festivals 2012 steuert Hannon nun erstmals einen österreichischen Hafen an.

Aktuelle CD: "Bang Goes the Knighthood" (2010), Divine Comedy Records

Nicole Willis & The Soul Investigators | ...haben einen besonders mächtigen Fan. Niemand Geringerer als Barack Obama zählt zu den Verehrern der Sängerin und stellte den Titeltrack ihres Albums "Keep Reaching Up" auf seine offizielle Spotify-Playlist zur Wiederwahlkampagne. Dabei ist der Song gute sechs Jahre alt. So lange ist nämlich es her, dass die letzte Platte von NICOLE WILLIS & THE SOUL INVESTIGATORS erschien. Zu einer Zeit, als vom kommenden Retro-Soul-Boom noch kaum die Rede war.

Wie kommt es überhaupt, dass eine amerikanische Sängerin auf eine finnische Band trifft und so der Begriff "Northern Soul" auf einmal einen völlig neuen Klang bekommt? Willis' Karriere startet Mitte der 80er in London, sie tourt mit THE THE, arbeitet mit Musikern der späteren BRAND NEW HEAVIES und Leuten vom Label MO' WAX. Zurück in New York schließt sie sich DEE-LITE an und nimmt als Teil der REPERCUSSIONS ein Duett mit dem legendären Curtis Mayfield auf. Anfang der 00er Jahre lernt sie ihren mittlerweile Ex-Mann Jimi Tenor kennen und nimmt mit ihm ihre ersten beiden Soloalben "Soul Makeover" und "Be It" auf - in Finnland, wo Willis heute noch lebt und The Soul Investigators schon seit Jahren den Ruf als funkieste Band im Land der 1000 Seen genießen.

Und hier sind wir zurück beim Album "Keep Reaching Up", das ganz den Geist der goldenen Soul-Ära atmet und einen Gutteil seiner hoch ansteckenden Ästhetik der analogen Aufnahmetechnik verdankt. Neben Obamas Lieblingssong waren es zwei Albumtracks, die in Insiderkreisen die Runde machten: BBC-Star-DJ Gilles Peterson nominierte "Feeling Free" als "Track of the Year" für seine World Wide Awards 2006, und "If This Ain't Love” bekam in der Northern-Soul-Szene den seltenen Status eines modernen Klassikers.

Das war wie gesagt 2006. Bei Ahoi! Pop 2012 im Posthof wird es nun endlich Nachschub geben. Dann soll nämlich die neue Platte "Tortured Soul" von Nicole Willis & The Soul Investigators in Form einer ersten Live-Kostprobe dargeboten werden!

Besetzung: Nicole Willis: Gesang; Pete Toikkanen, Didier Selin: Gitarre; Anti Määttäänen: Hammond Orgel; Sami Kantelinen: Bass; Jukka Sarapää: Schlagzeug
Aktuelle CD: "Tortured Soul" (2012), Timmion Records

Florian Horwath | Seit der Geburtsstunde des Pop gilt es als höchstes Ziel, Songs zu schreiben, die ganz im Klang aufgehen. Songs, die von nichts als von sich selbst erzählen. Songs, die in 3 Minuten die Welt retten können. Auch Florian Horwath übt sich in dieser Kunst und er ist am besten Weg, ein Meister darin zu werden. Das hat sich schon auf "Speak To Me Now" vor zwei Jahren abgezeichnet und das zeigt sich erst recht bei seinem neuen Werk "Tonight". Die Zeit dazwischen verbrachte der gebürtige Innsbrucker auf der Bühne, ob auf Tour mit Element Of Crime oder bei intimen Wohnzimmerkonzerten, und vor allem in seinem Ostberliner Exil.

Hier scheint Horwath den für ihn stimmigen Songwriting-Ansatz gefunden zu haben, der sich vielleicht am besten in drei Begriffe fassen lässt: Reduktion, Introspektion, Zurückhaltung. Vom ersten Klang auf "Tonight" wird spürbar, dass es hier einem mit den gelindesten Mitteln - Gitarre, Stimme, Piano - gelingt, dem perfekten Popsong zum Greifen nahe zu kommen.

David Schalko fasst das Phänomen Horwath so in Worte: "Es beginnt mit einer rauen Gitarre. Dann kommt diese Stimme, die irgendwo zwischen grotesker Verzweiflung, bedingungsloser Leidenschaft und lebensmüder Beschwörung rangiert. Eingebettet ist das Ganze in eindringliche Melodien, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen und einem Sound, der von Album zu Album minimalistischer wird... Kein Singer/Songwriter im deutschen Raum hat einen so unverwechselbaren originären Klang wie er. Längst geht es nicht mehr um einzelne Songs, sondern um eine Art Universum, in der Arrangement, Stimme, Text und Melodie zu etwas verschmelzen, das man getrost den Aggregatzustand Horwath nennen darf."

Aktuelle CD: "Tonight" (2012), Stereo Deluxe

Conduits | Ausgehend von einer großen Liebe zu Drone, Shoegaze, Post Rock, frühen Synthie-Klängen und der ausufernden Musik der 70er wächst die Klangwelt von Conduits zu etwas größerem als der Summe ihrer Einzelteile: glockenartige Gitarren, fließende Drums, analoge Synthesizer, progige Basslinien und eine wunderschöne weibliche Stimme, die stark genug ist, um in den wirbelnden Soundlandschaften nicht verloren zu gehen. Das 2009 gegründete Sextett aus Omaha, Nebraska besteht aus Mitgliedern von The Good Life, Eagle*Seagull, Son Ambulance, Cursive, Neva Dinova und THE Golden Age. CONDUITS schöpfen genauso viel aus dem Werk von Bands wie Slowdive oder My Bloody Valentine wie von Fleetwood Mac und Led Zeppelin - und findet sich wahrscheinlich irgendwo in deren Mitte wieder.

"Wenn sich ein paar gute Künstler zu einer All-Star-Band zusammenschließen, kann das Ergebnis eigentlich nur eins sein - besser. Conduits bilden gar den Superlativ." (The Gap)

"It's like Air and Portishead are thrown in a blender with Explosions in the Sky, Slowdive and Cursive to come out giving a sweltering and truly great sound. (RifRaf Magazine)

Aktuelle CD: "Conduits" (2012), Beep! Beep! Back Up The Truck

Chris Geddes (Belle & Sebastian) DJ-Set | Sie geben kaum Interviews, sind ausgesprochen tourfaul und haben laut FAZ "die weichste harte Fan-Gemeinde der Welt": Die Rede ist von den Glasgower Indie-Darlings BELLE & SEBASTIAN, die dank ihrer schlichtweg glücklich machenden Twee-Pop-Miniaturen und eines meisterlichen Albenkanons von "Tigermilk" bis zuletzt "Write About Love" weltweite Verehrung genießen. Keyboarder Chris Geddes ist Gründungsmitglied von BELLE & SEBASTIAN und als sammelwütiger Musikforscher, der gerne auch mal 500 Pfund für eine rare Platte ausgibt, hauptverantwortlich für die beiden großartigen "Late Night Tales"-Compilations der Band. Ein DJ's DJ, dem am liebsten nur allerfeinstes Singles-Vinyl auf den Teller kommt und der diesem ohnehin schon startechnisch ausufernd besetzten Ahoi! Pop Abend noch mehr Glanz verleiht - cool wie Samuel L Jackson, funky wie James Brown und soulful wie Marvin Gaye!


Dienstag, 30. September 2014

NEWS

Der Stapellauf kann beginnen, freut euch mit uns auf 17 Live-Acts + DJ-Line, Warmup und Extra!
Starke Themen, ungewöhnliche Blickwinkel und frische Spielformen 5x ab 10. Oktober im Posthof
Gewinne 1 von 5 Festivalpässen für das Musik-Festival im Posthof!

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