
Sunrise Avenue: Out Of Style European Tour 2012
Support: Jim Kroft
Mit "Fairytale Gone Bad" wurde für Sunrise Avenue 2006 ein Märchen wahr. Die Single wuchs sich zuerst in ihrer Heimat Finnland und später in ganz Europa zum unkaputtbaren Radio-Immergrün aus, das im Laufe der folgenden drei Jahre immer wieder aufs Neue in den deutschen Single-Charts aufpoppte und es insgesamt auf 70 Notierungswochen schaffte. In Österreich gab man es mit einem Dreiviertel-Jahr Charts-Präsenz kaum bescheidener, und mit dem begleitenden Longplayer "On The Way To Wonderland" sammelte man Metallehrungen wie andere Plattenfirmenabsagen.
Sunrise Avenue traten aber nicht auf den Plan, um sich auf einen zwar nachhaltigen, aber singulären Hit zu beschränken, sondern liefern seit ihrem Einstand ein Fest für die Ohren nach dem anderen ab. Während sich also bei sonstigen, dem Eintagsfliegenleben verdächtigen Acts der Schlachtruf "Besser, größer, erfolgreicher" auf leere Promo-Rethorik beschränkt, gerät dieser in ihrem Fall zur sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Sunrise Avenue werden einfach wirklich immer besser, größer und erfolgreicher.
Schon der 2009er Nachfolger "Popgasm" wartete in Gestalt von "The Whole Story" und "Welcome To My Life" mit weiteren Airplay-Garanten auf. Und im März 2011 lieferte das dritte - sympathisch selbstkritisch betitelte - Studioalbum "Out Of Style" einen noch fulminanteren Beweis für die "Gekommen-um-zu-bleiben"-Attitüde der Herren aus dem Norden. "Hollywood Hills" nennt sich jener Song, mit dem sich Sunrise Avenue anschicken, den größten Single-Triumph ihrer Karriere einzufahren. 300.000 Bezahl-Downloads, wie das heute etwas schnöde heißt, stehen derzeit allein in Deutschland zu Buche. Ein Zwischenergebnis, wohlgemerkt.
Wem bzw. was verdankt das live um einen Keyboarder verstärkte Quartett nun seine ausnehmende Popularität? Zum einen sicher dem signifikanten Spürsinn für seelenschmeichelnde, in ein höchst effektvolles Pop-Rock-Format gepackte Melodien, das Sänger und Gitarrist Samu Haber sein Eigen nennt. Zum anderen aber wohl auch Samus vortrefflichen Äußeren, ohne dem die bisweilen Beatlemania-reifen Beifallskundgebungen wohl kaum zu erklären wären. Was auch immer den Ausschlag für die allgemeinen Begeisterungsstürme geben mag: Ein Phänomen sind Sunrise Avenue in jeder Hinsicht!
Jim Kroft | Dass eine Künstlerszene wie eine große Familie sein kann, erfährt Jamie Page Croft, als er 2007 mit seiner Band Myriad Creatures von London nach Berlin zieht. Deren Retro-Indierock bekommt im Jahre 2009, als sie ihr Debüt "The Right Way To Do Wrong" veröffentlichen, in der Berliner Szene einige Beachtung.
Sie knüpfen neue Kontakte in der deutschen Hauptstadt, unter anderem zum Produzenten Gordon Raphael (The Strokes), der ihren Erstling unterstützt. Trotz medialer Aufmerksamkeit verlässt Croft im Mai 2010 sein Mutterschiff. Denn er hat neue Musiker kennen gelernt, die ihm mehr zusagen: Die Tacheles Art Community, die ihm Unterschlupf gibt, als er nichts mehr hat.
So spielt er schnell nach dem Austritt sein Solodebüt "Between The Devil And The Deep Blue Sea" ein. Die Bloggerszene hypt den Exilbriten, der nun unter dem Pseudonym Jim Kroft agiert. "Ist das das große, verschollene Album von Noel Gallagher?", fragt zum Beispiel das Tasty Fanzine.
Dass solche Worte beflügeln, spürt auch Kroft. Er befindet sich nahezu in einem kreativen Rausch, als er den Zweitling "The Hermit & The Hedonist" einspielt. Diesmal mixt Richard Wilkinson (Adele, Kaiser Chiefs) in den Konk Studios, das Mitglieder der Kinks gründeten. Sein Album ist eines der letzten, das die Studios passiert, bevor Ray Davies sie verkauft. Alle Voraussetzungen für erneuten Aufwind sind für Jim Kroft also geschaffen. Im Oktober 2011 steht "The Hermit & The Hedonist" in den Plattenläden.
Als Einflüsse nennt Kroft The Verve und Radiohead. Krofts Plan, die musikalischen Bausteine der 60er mit den modernen Klangmöglichkeiten zu kombinieren, mündet in einem Sound, der irgendwo zwischen den späten Beatles und der modernen Folk-Pop-Welle liegt. (Laut.de)
"Kroft ist ein famoser Komponist, der seine Lieder toll in Szene setzt." (Rolling Stone)
"Vielleicht das beste Pop-Musik Album seit Sgt Pepper's von den Beatles. Der Schotte Jim Kroft hat ein Werk geschaffen, das Musik-Geschichte schreiben kann!" (Lüder Kriete, Suite101)









