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Programm
Fr. 08.09.2017 // 20:00 | Rock/Pop/Soul

Paul Weller


// GS: € 40/45/52, num. Sitzpl. (Galerie): € 49 // Tickets!


Paul Weller (c) Tom Beard

2017 markiert das 40-jährige Jubiläum seines ersten Albums. "In The City" hieß es, veröffentlicht im Mai 1977, zum Höhepunkt der Punk-Revolution. Paul Weller stand damals The Jam vor, jenem smarten Powertrio, das als Epizentrum der wiedererstarkten Mod-Kultur eine neue Eleganz in die Rockmusik brachte. Für Weller war dies der Beginn der ersten von vielen in sich geschlossenen Kreativ-Phasen. Ein erstes Ausrufezeichen der bis heute anhaltenden Produktivkraft des "Modfathers", die ihn zu einem der profiliertesten und pophistorisch bedeutendsten Exponenten der jüngeren britischen Musikgeschichte macht.

Zeit also für eine ausgiebige Jubel-Retrospektive mitsamt aufwändiger Reissues? Mitnichten, laboriert der Mann doch an einer beinahe klinischen Aversion gegen jeden Anflug von Nostalgie und rückwärts gewandter Bauchbepinselung. Stattdessen richtet er seinen Blick streng nach vorne und veröffentlicht ein neues Album. Ein fabelhaftes, mit Gospel, Funk und Blues jonglierendes Werk voller überraschender Wendungen und Gastmusikern (von Boy George über Robert Wyatt bis PP Arnold).

"A Kind Revolution" ist seine 13. Soloplatte, in ihrer Wärme und ihrem Optimismus vielleicht sogar "Paul Weller's greatest album to date", wie der Record Collector attestiert. Zweifellos klingen die 10 neuen Songs unverkennbar nach Paul Weller, schon allein wegen seiner markanten Stimme, die selbst Zufallshörer unmittelbar als ein selten eindringliches Organ identifizieren können. Dennoch fehlt dem Album jeder Beigeschmack von Vorhersehbarkeit. Auch das ein Wesenszug des heute 59-Jährigen.

Von 1976 bis 1982 verband er als Kopf von The Jam die Attitüde des Punk mit der dunklen Schönheit des New Wave - The Jam gelten damit als Wegbereiter für Genres, die sich bis heute weiter ausformulieren. Anschließend gründete er mit dem Jazz-Pianisten Mick Talbot die Band The Style Council, die zwischen 1983 und 1989 die Pop-Ästhetik der 80er Jahre um einige ihrer schönsten Preziosen bereicherte.

Seit den beginnenden 90er-Jahren arbeitet Paul Weller nun solo - und hat sich auch in dieser Zeit immer wieder neu erfunden. Mal widmete er sich dem klassischen Folk, dann wieder nahm er eine raue Rockplatte auf oder coverte auf Albumlänge seine persönlichen Lieblingssongs. Mit "A Kind Revolution" und dem kurz zuvor erschienenen Soundtrack zum Boxer-Drama "Jawbone" hat Weller nun sein Wirkungsfeld erneut um einige Facetten erweitert.

Aktuelle CD: "A Kind Revolution" (2017), Parlophone Records

Donnerstag, 20. Juli 2017

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