Di 27 Mär 2012 | 20:00 | LITERATURSALON

Mark Z. Danielewski

Only Revolutions

MS (num. Sitzpl.): € 7/9/11

Mit seinem ersten Roman "House of Leaves" wurde er zum "ersten Kult-Autor des 21. Jahrhunderts". "Only Revolutions" bringt nun eine ganz neue Versuchsanordnung in die amerikanische Literatur. "Wie komplex das Buch auch erscheinen mag, so basiert es doch auf der einfachen, romantischen Geschichte eines Liebespaares: Sam and Hailey. Die beiden versuchen dem Leben zu entkommen, das ihnen vorgezeichnet ist: durch ihre Familien, durch die Geschichte", so begründete die Jury des National Book Award ihre Nominierung.

Die Einzigartigkeit des Buches basiert in der Verbindung von Form und Inhalt: "Only Revolutions" lässt sich von vorne und hinten lesen. Das Drehen des Buches macht den exzessiven Roadtrip mal aus den Augen von Hailey, mal aus den Augen von Sam erlebbar. Parallel läuft in einer Randspalte die Zeit - beginnend 1863, im amerikanischen Bürgerkrieg, hinein in die Zukunft des Jahres 2063. Mittendrin in diesem faszinierenden, energetischen Kunstereignis: der Leser.

Einer der begeisterten Kritiker ließ sich zu folgender Aussage hinreißen: "Es ist unklar, ob Mark Z. Danielewski vorhat, das Gesicht der amerikanischen Literatur für immer zu verändern, oder der Vorstellung des Erzählens einen schnellen Tritt in den Unterleib zu geben. Mit Only Revolutions schafft er beides."

MARK Z. DANIELEWSKI wurde 1966 als Sohn des polnischen Filmregisseurs Tad Danielewski geboren. Mit seinem Debütroman "House of Leaves (Das Haus)", an dem er über zehn Jahre gearbeitet hat, schuf er das erste Kultbuch des 21. Jahrhunderts. Seine Schwester, die Sängerin / Songwriterin Poe, hat zu dem Roman das Erfolgsalbum "Haunted" veröffentlicht. Sein zweiter Roman, "Only Revolutions", wurde für den National Book Award nominiert.

"Danielewski gilt in seiner amerikanischen Heimat als eine Art Über-Schriftsteller, genial und zugleich bedrohlich wie einst die Autorenberserker Ezra Pound, Allen Ginsberg oder William S. Burroughs. Sein neuer Roman 'Only Revolutions' ist Kunstobjekt, Teenager-Hymne und Rätselspiel in einem - und eine Ergebenheitsadresse des Verstandes an das Herz, eine Hymne auf die Liebe." (F.A.Z.)

"Auch Danielewskis neuer Roman ist voller Kunstgriffe. Wie schon in Das Haus spielt er mit mehrfarbigen und kopfstehenden Texten, zusätzlich verleitet er zu verblüffenden neuen Eindrücken, da das Buch von beiden Seiten lesbar ist, und die Leser dazu verführt werden, es alle acht Seiten umzudrehen." (The New Yorker)

"Ein großartiger Roman. Ein phänomenales Debüt. Hinreißend, lebendig, auf erhabene Weise unheimlich, in erschütterndem Maße furchteinflößend, atemberaubend intelligent - es lässt fast alle anderen Werke bedeutungslos erscheinen. Man kann sich vorstellen, wie Pynchon und Ballard, Stephen King und David Foster Wallace sich vor Danielewski verneigen, fassungslos vor Erstaunen und Überraschung, Lachen und Ehrfurcht." (Bret Easton Ellis über "Das Haus")

Mark Z. Danielewski: Only Revolutions, 2012, Klett-Cotta Verlag




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