Mo 20 Sep 2010 | 20:00 | KABARETT

Lukas Resetarits

Osterreich - ein Warietee

GS (num. Sitzpl.): € 17/19/21

Österreich gibt's in der Trafik und am Sonntag kann man es aus dem Stand mitgehen lassen, um immer mit Niveaulosigkeit versorgt zu sein. "Osterreich" hingegen ist ein Programm! Das neue Programm von LUKAS RESETARITS. Nummer 23 in 31 Jahren. Angeregt von FPO und BZO versucht er die Umlautstriche (die zu sehr an turkische und magyarische Zeichensatze erinnern) aus der deutschen Sprache zu tilgen. Also etwa so: "..Osterreich ist auch das Land der Luge und der Verdrangung und somit gerustet in der internationalen Liga der Weltmachte mitzuspielen."
Eine Reise durch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eines europaischen Kernlandes. Von der Mißgeburt zum Weltärbä! Heimät der größtän Söhnä! Von Hojac zu Wästänthälär!

"In der Pose des Strizzi-haften Jahrmarkt-Conférenciers - mit schillerndem Goldzylinder und Sonnenbrille - lädt Lukas Resetarits in sein Varietee. Es heißt Osterreich, hat auf dem Weg in den globalen Markt bereits seine Ö-Stricherl eingebüßt und verheißt Attraktionen, an deren Realisierung mit Recht gezweifelt werden darf... Das Varietee als Ort der enttäuschten Erwartungen. Dieses Bild steht als Grundmotiv für das weit verzweigte Netz von Geschichten, die Lukas Resetarits für sein 23. Programm zusammengetragen hat... Stromlinienförmig und ohne Umlaute steht die globalisierte Welt vor einer ganzen Reihe von Problemen. Die Pisa-Studie gehört da noch zu den kleineren Niederlagen. Für unser Land hätte man sie einsparen können, meint Lukas Resetarits. Anlass zu dieser gab ihm ein Kandidat eines TV-Quiz, der auf die Frage 'Welche Staatsform hat Österreich?' die Antwort 'Keulenförmig' gab... Für seinen Abend hat sich der Kabarettist drei große Themen vorgenommen, denn neben der Frage der Identität von Osterreich und dem Varietee als Metapher für nicht eingelöste Versprechen kommt als weitere Komponente auch die Wirtschaftskrise hinzu... Um diesem Gedanken in seinem Programm mehr Raum zu geben, hat Lukas Resetarits einen alten Bekannten auf die Bühne zurück geholt: den überintegrierten Einwanderer aus Ex-Jugoslawien. Er sitzt immer noch in der Straßenbahn, diesmal in der U6, und ist bereits in die Jahre gekommen. Seinen Lebensunterhalt verdient er als Fahrradbote - als Fahrradbote ohne Fahrrad, aber mit einer Jahreskarte für die Wiener Linien ausgerüstet. Vom eigenen Sohn bei der Firma eingespart, findet er dennoch "alles leiwand". Hauptsache der Wirtschaft geht's gut..." (Ö1 / Silvia Lahner)

"In der Paraphrase auf den bösen Qualtinger-Klassiker 'Bei mir sads olle im Oasch daham' fasst Lukas Resetarits den Abend inhaltlich zusammen: 'Mir san olle im Oasch daham / im Oasch, do is unsa Adress / durt samma zwar oam, dafia hammas sche woam / ohne Göd, aber auch ohne Stress.'" (Kabarett.at / Peter Blau)




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