
Die Gesetze des Metalcore sind streng. Wer sich in diesem Genre behaupten will, stößt schnell an seine Grenzen. Vor allem wenn man aus Thüringen stammt. Wozu also den US-Vorbildern nachschreddern, wenn man sich auch seine eigene Nische schaffen kann, in der einem keiner so schnell Konkurrenz macht. Das dachten sich wohl HEAVEN SHALL BURN und dämpften den Hardcore-Anteil ihrer Mucke auf homöopathische Dosen ein und säbeln stattdessen in schneidigster Schwedentod-Manier durchs Unterholz. Da und dort ein paar knackige Elektronik-Beats, dazwischen atmosphärische Klangkaskaden aus der Feder des isländischen Komponisten und SIGUR RÓS-Spezis Ólafur Arnald - vor allem aber brutale Hochgeschwindigkeits-Attacken in klirrendem Skandinavien-Sound prägen das Bild des aktuellen Outputs der Mannen um Marcus "Voice of the Voiceless" Bischoff. Der Bildersturm, zu dem HEAVEN SHALL BURN dieser Tage mit ihrer "Iconoclast"-Trilogie aufrufen, schärft das Profil der Band ungemein und findet - trotz mancher abtrünnigen Metalcore-Puristen - sogar noch mehr Gefolgschaft. Nach "Iconoclast (Part 1: The Final Resistance)" und der DVD "Bildersturm - Iconoclast II (The Visual Resistance)" schraubte sich das letztjährige Langeisen "Invictus (Iconoclast III)" bis auf Platz 17 der österreichischen und Platz 9 der deutschen Charts hoch - eine durchaus beachtliche Ausbeute für dieses stilistisch nicht unriskante Unterfangen.
Dass es live bei HEAVEN SHALL BURN mächtig eins auf die Rübe gibt, versteht sich hoffentlich von selbst. Und falls jemandem bei all dem erbarmungslosen High-Speed-Geballer noch nicht schwindlig werden sollte, für den rufen HEAVEN SHALL BURN sicherlich den einen oder anderen berüchtigten Circle Pit aus. Auf dass sich der Weltenzirkus ein paar Umdrehungen schneller bewege!
Devastating Enemy | Die jungen Melo-Deather DEVASTATING ENEMY melden sich mit einem brandneuen Album! Anfang des Jahres 2009 erschien die erste EP "Gods Of Reason", die von Kritikern und Magazinen gelobt wurde. Nun lassen die Jungs aus NÖ ihr Full-Length Debüt "The Fallen Prophet" auf die Welt los und promoten es tatkräftig durch etliche Club-Shows, Festival-Gigs und eine zweiwöchige Europatournee im Juni 2011!
"Nach fast einer Dreiviertelstunde ist 'The Fallen Prophet' leider schon zu Ende und es lässt sich ein fast perfekter Schlussstrich ziehen, denn das Quartett agiert technisch auf einem sehr hohen Level und verpacken diese Technik in einen Mörder-Sound, der einem schonungslos vom Hocker haut." (The Whiplasher)
Replica | Die emotional-herbe Kehrseite des menschlichen Denkens in den Vordergrund gewuchtet, präsentiert das jungblutige, ambitionierte Quartett dazu eine adäquate Innovation auf dem Sektor der modernen Klanghärte und bringt folglich den lokalen Underground so richtig ins Beben. Nach zahlreichen, erfolgreich absolvierten Band Contests, jeder Menge unvergesslichen Live-Gigs im In- und Ausland, sowie der Veröffentlichung ihres Debütalbums "Riven by Grief" 2008, hat das Quartett aus dem oberösterreichischen Marchtrenk nun das erreicht, wovon andere Newcomer Bands lange oder gar vergeblich träumen: Eine richtig fette Fanbase um sich zuscharen. REPLICA befördern das Unfassbare auf eine neuartige Ebene und fusionieren gekonnt die Durchschlagskraft des Thrash mit der Intensität und Melodieverbundenheit des MetalCore, ohne dabei ihre gefühlvollen Prog-Einlagen außer Acht zu lassen.
Mosfet | Derzeit beißt sich eine angriffslustige Formation unter dem Banner MOSFET aus dem Gros der österreichischen Metal-Combos und besticht dabei mit einem fulminanten musikalischen Gesamtkonzept, das 2009 in ihrem ersten Full-Length-Overkill "Sickness of Memory" gipfelte. Wahnwitzige gitarristische Rollercoaster werden mit rauchig rockigen Akzenten durch den Bay-Area-Reißwolf gedreht und dabei mit emotionsgeladenen Melodiebögen versehen: Dirty but fuckin' killing deathlike Thrash'n'Roll!