
Gutbucket
"Aufgedrehte Partymusik - Ornette Coleman gemischt mit einer Rockband", meinte die New York Times. "Eine richtige Band, die mit beeindruckender Energie und ausgeprägtem Ensemble-Sinn ein Feuerwerk von Ideen abbrennt", schrieb Eric Mandel in Jazzthetik. Als "Punk-Jazz-Rakete" definieren sie sich selbst.
Die vier Berserker von GUTBUCKET brechen aus dem akademischen Jazz-Kanon aus und attackieren mit der Räudigkeit des Punk - angriffslustig, schräg und ungemein vital. Ein pumpender Bass und mächtige Drums legen ein komplexes Rhythmusgefecht, eine schroffe Gitarre schneidet sich durch den Gehörkanal, der schließlich von einem Saxophon blank geputzt wird. Ganz klar eine Live-Band der Sonderklasse, die mit Vehemenz und Spielwitz Schubladen zertrümmert. Hardrock, Klezmer, Balkan, Klassik, Minimal, Free Jazz, Funk - nichts ist vor GUTBUCKET sicher, alles wird zu einer enorm Spaß machenden Synthese verdichtet.
Bereits 12 Jahre mischen GUTBUCKET nun schon die in minimalistischer Coolness erstarrte New Yorker Downtown-Szene auf. Sie fühlen sich im Jazz-Club oder vor Vernissagen-Publikum genauso wohl wie vor pogotanzenden Skate-Punks oder hausbesetzenden Psychedelic-Hippies. Nur logisch, dass da die Knitting Factory ihr bevorzugtes Hangout wurde. Aber auch europäische Jazz-Festivals buchen GUTBUCKET regelmäßig, und ihr Durchbruchs-Album "Dry Humping The American Dream" erschien 2003 beim Münchner Label Enja Records. Nach Linz wird das Quartett mit ihrem gerade erschienenen fünften Album "Flock" anreisen - ein Werk, das selbstredend ungestüm, komplex und kantig ausgefallen ist. Alter schützt eben vor Torheit nicht!
"Es ist kaum zu fassen, was für ein tonaler Wirbelsturm sich bei einem Auftritt der Band auf der Bühne zusammenbraut. Mit vollen Kräften vermengen die vier Musiker freizügig die Stilrichtungen und gönnen sich dabei kaum Zeit zum Luftholen... Die Jungs sind einfach zum Spielen auf der Bühne gemacht. Und wohl die frechsten Arrangeure, die es derzeit in Brooklyn gibt." (Mannheimer Morgen)
"Selten ist der neuere Jazz so vital, so im Wortsinn mitreißend wie bei Gutbucket... sie verhalten sich auf der Bühne, als sei Jazz ein Maskenball, posieren mal mit Klezmerhut, mal mit HipHop-Kappe, versuchen sich als 'scharfe' Salsa-Köche und machen sich eine fiese Freude daraus, all den Tango-Aficionados die Herzen zu entschmalzen und die Füße zu verknoten." (JazzZeitung)
"Was Gutbucket im kreativen Kollektiv leisten, gehört zum Stimmigsten, was die New Yorker Szene derzeit zu bieten hat. Hier spielen sich vier Musiker frei, lassen konsequent, kompetent und humorvoll die Ideologisierung des Jazz hinter sich. Das ist neu und berauschend, weil ohne Rücksicht auf Konventionen durchgehalten. Und ein Live-Erlebnis besonderer Klasse." (Südd. Zeitung)
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