
Gunkl
Verluste - eine Geschichte
"Ein kleiner Mann allein auf der Bühne, sein einziges Requisit ein großes Hirn: in seinem neunten Solo-Programm benutzt er es, um die Liebe zu analysieren, das Verliebtsein und die Freundschaft. Also: 'Mitten rein ins Emotiotop, diese innere Sumpflandschaft, in der die Gefühle das ganze Jahr im Winterschlaf herumkugeln.' Dann stürzt der Analysator der österreichischen Kabarettszene mittenrein in Zwischenmenschlichkeiten, um über lange Satz-Umwege und Fremdwortketten nach fünf Minuten ohne Punkt, dafür mit vielen Beistrichen, messerscharf zu schlussfolgern: 'Kommt drauf an.' Wo andere einen Kasperl herunterreißen, gibt Gunkl den intellektuellen Wortakrobaten, wo andere den Schenkelklopfer-Pointen entgegenfiebern, erlaubt Gunkl dem Publikum gnädig ein paar niveaugesenkte, laute Lacher zur Erleichterung. Die Abwege und Höhenflüge seines Gehirns vergnügen immer noch verlässlich, seine Analysen spießen im wissenschaftlichen Mäntelchen das nackte Leben auf..." (OÖ. Nachrichten)
"...bot Günther Paal alias Gunkl im ausverkauften Posthof einen neuerlichen Beweis seiner tiefgründigen Komik. Schmal und blass, in dottergelber Hose, hielt der intellektuelle Kabarettist zwei Stunden lang einen völlig aktionslosen Frontalvortrag, bei dem er sanft, kaum eine Miene verziehend, seine akrobatischen Gedanken zelebriert. Dazwischen muss er immer wieder innehalten, um seinem Publikum Zeit für herzhaftes Lachen und begeisterten Zwischenapplaus zu geben. Der Philosoph unter den Kabarettisten räsoniert in seinem neuen Programm über Freundschaften und Beziehungen, deren Werden, Bestand und Scheitern. So banal das zunächst klingt, so kompliziert entwickelt er daraus wortgewaltige Analysen und tiefsinnig Gedankengänge... Ein wirklich komischer Abend für gut ausgeschlafene Menschen, die es genießen, sich auf die psychologisch fundierten abstrusen Welt- und Menschbilder Gunkls einzulassen." (Neues Volksblatt)








