
Eine Stimme und eine akustische Gitarre. Mehr brauchen FRIEND'N FELLOW nicht, um ihr Publikum in Staunen zu versetzen. Und das seit 20 Jahren. Am Beginn ihrer Karriere stand damals ein Posthof-Auftritt mit Luther Allison, der sich vom magischen Zweiklang schwer begeistert zeigte und das Duo fürderhin bei gemeinsamen Konzerten nur noch als "the sound of the new century" ankündigte. Die Blues-Legende sollte Recht behalten. Die Faszination für das intensive Zusammenspiel von Constanze Friend und Thomas Fellow ist auch im 21. Jahrhundert ungebrochen. Mit verblüffender Leichtigkeit bringt Europas Antwort auf Tuck & Patti Swing, Blues und Soul in eine Balance, die auch großen Kollegen Respekt abringt. "The voice of an angel" schwärmt Keb' Mo' über Constanzes klassisch ausgebildete Stimme, "I really enjoy your work", freut sich Al Jarreau und auch Bill Evans liegt sprachlos am Boden ("You knocked me out with your playing").
Weit über 1000 Konzerte von New York bis Peking, darunter Auftritte mit Ray Charles, Al Jarreau oder Simply Red, dokumentieren den einzigartigen weltweiten Erfolg der Deutschen, der damit genrebedingte Schwarz-Weiß-Stereotypen mächtig ins Wanken bringt. Für das Jubiläumsjahr 2011 haben sich FRIEND'N FELLOW vorgenommen, noch einmal "back to the roots" zu gehen, soll heißen sich Klassiker der Musikgeschichte mit ihrer bestechend-einfachen wie unerhört-schweren Methode des "reduce to the max" zu Eigen zu machen. Die Auswahl der zu covernden Songs überließen die beiden ihren Fans, und so werden nebst ausgewählten Eigenkompositionen aus 20 Jahren FRIEND'N FELLOW seltsam anmutende Paarungen von Johnny Cash und Jennifer Lopez, Stevie Wonder und Coldplay, Queen und Abbey Lincoln zu Gehör gebracht werden. Das ist aber kein Grund zur Besorgnis, denn FRIEND'N FELLOW machen das Unmögliche möglich: "Wenn Constanze singt, fallen sich feindliche Armeen liebend in die Arme, und Hunde küssen Katzen." (Musix)