
Donots
The Long Way Home Tour 2010
"Wenn eine Band brennt, dann klingt eine Platte meist gut. Wenn eine Truppe aber lichterloh in Flammen steht, dann ist eine jener Sternstunden gekommen, die... für Ewigkeiten unüberhörbar bleiben. Das ist den Donots gelungen." So wie hier der Rezensent des Slam Magazins schreibt sich praktisch die gesamte Rock-Journaille angesichts des neuen DONOTS-Longplayers "The Long Way Home" die Fingerkuppen blutig. Allein die mörderisch einfahrende Hookline der Single "Calling" macht die Euphorie der Kritiker verständlich. "Nicht mal die BEATSTEAKS können sich danach noch als Alleinherrscher auf ihrem Gebiet fühlen", prophezeit z.B. das Visions Magazin. Und tatsächlich: Von 0 auf 1 in den iTunes-Charts lautet die erste Zwischenwertung der DONOTS auf ihrem neuesten Triumphzug. Im 17. Jahr ihres Bestehens strotzt die nordrhein-westfälische Alternative-Rock-Band vor Selbstbewusstsein und nimmt sich die Freiheit heraus, räudigen Asselrock neben feingeistige Balladen zu stellen. Beides geht den Gebrüdern Knollmann leicht von der Hand, den Willen zur Weiterentwicklung in der geschwellten Brust vor sich her tragend. Nach 10 Alben ist es für die DONOTS eben an der Zeit zu experimentieren, Grenzen zu verschieben und Extreme auszuloten anstatt Standards zu reproduzieren. Und so kann sich schon mal eine melancholische Mandoline ins aktuelle Soundgefüge verirren und anschließend wird geprügelt, als ginge es ums letzte Hemd. Eine gewachsene, forsch agierende Band, die hörbar erwachsen geworden ist.
Wie es sich für eine echte Band fernab aller Casting-Shows gehört, stehen die DONOTS auch für eine perfekt durchexerzierte Power-Show, bei der die Miteinbeziehung des Publikums ein zentraler Faktor ist. Unter Einsatz von Blut, Schweiß und Tränen entwickelt sich die Band zu einer unschlagbaren Macht, die bis zur letzten Zugabe alles fordert, aber auch alles gibt.








