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Programm
The Next Big Thing!
Di. 17.09.2013 // 20:00 | Indiepop

Crocodiles / Andrew Collberg / Sheep, Dog & Wolf


// KS: € 11/13/15 // Tickets!


Crocodiles | Für den amerikanischen Rolling Stone markierte das Auftauchen der Crocodiles 2008 nichts weniger als die triumphale Wiederkehr des Art-Pop. "Summer Of Hate" nannte sich dieser in Albumformat gepresste Versuch zweier junger Wilder, aus der faschistoid-homophoben Enge ihrer Heimatstadt San Diego auszubrechen. Brandon Welchez und Charles Rowell ließen darauf ihren Vorlieben zu Punk und Girl-Groups der 60ies freien Lauf und platzierten sich mit jeder Menge catchy Melodien in den oberen Ränge der Hot-Shit-Liste. US- und Europa-Touren als Support für Bands wie The Horrors oder Holy Fuck folgten.

Doch Welchez und Rowell, mittlerweile zwischen New York und London pendelnd, sind viel zu unberechenbar, um sich als xte Dance-Punk-Combo verheizen oder als platte Epigonen der Feedback-Götter von The Jesus & The Mary Chain abstempeln zu lassen. Letztere kommen neben Primal Scream zwar nach wie vor gerne aufs Tapet, wenn es die noisig-verzerrte Schlagseite der Crocodiles zu referenzieren gilt, doch das Folgealbum "Sleep Forever" - wie das Debüt auf Fat Possum erschienen - und in Folge auch Opus Nr. 3 "Endless Flowers" brachten unter der Ägide des Simian-Mobile-Disco-Zampanos James Ford den Sound von Krautrock-Bands wie Neu!, verhallte Psychedelia und Dub-Techniken mit ins Spiel.

2013 scheint die Zeit nun endgültig reif zu sein für Crocodiles. Live agieren Brandon Welchez, der übrigens mit Dum-Dum-Girls-Frontfrau Dee Dee Penny verheiratet ist, und Charles Rowell, der auch als Autor tätig ist, mittlerweile als schlagkräftiges, in hunderten Shows perfektioniertes Quintett. Und mit "Crimes Of Passion" harrt im Hochsommer ein neues Crocodiles-Album der Veröffentlichung, das Sune Rose Wagner, Mastermind von The Raveonettes, produktionstechnisch ideal zwischen hymnischer Wucht, betörendem Lärm und herzbrecherischer Bittersüße austariert.

"Ein runderes, vollkommeneres Crocodiles-Album hat die Welt noch nicht gehört." (Kristian Atkinson, Sonic Adventurer)

Aktuelle CD: "Crimes of Passion" (2013)

Andrew Collberg | Jener legendäre Frühlingsabend 2012, als unter dem Banner "Tucson Songs on Tour" ein freundlich gesinnter Musikertross aus dem Süden Arizonas im Posthof einfiel, dürfte vielen noch in wohligster Erinnerung sein. Mittendrin: ein junger Mann mit schwedischen Wurzeln namens Andrew Collberg, der in der Wüstenstadt das perfekte Biotop für sein sonniges Songwriting-Gemüt fand. Schon mit 22 Jahren ließ Collberg auf dem Debüt "On The Wreath" sein geniales Gespür für lockere, gitarrenlastige Popsongs aufblitzen. Nicht minder hitverdächtig empfiehlt sich das im August 2013 erscheinende Folgewerk "Mind Hits", das der heute 25-jährige Collberg, erstmals nicht an der Gitarre, sondern am Klavier schrieb und unter Live-Bedingungen mit seiner eingespielten Band aufgenommen hat.

Das Ergebnis klingt dynamischer und treibender, als der noch über weite Strecken klassische, harmonieverliebte Songwriting-Stil des Vorgängers. An großen, ohrwurmenden Melodien mangelt es aber mitnichten. Ebenso wenig an authentischen Geschichten, einzig die Arrangements kommen neuerdings zupackender und energiegeladener, dank der analogen Aufnahmetechnik aber auch wärmer daher. So bediente sich Andrew Collberg unter anderem jenes Analog-Mischpults, mit dem schon Harry Nilsson sein grandioses "Nilsson Schmilsson" Album gemixt hat. Eine Referenz, die auch stilistisch passt und bewusst auf den von vielen leider vergessenen Sound der frühen 70er verweist.

"Minds Hits" ist nicht nur ein weiterer Meilenstein in der atemberaubenden musikalischen Entwicklung Andrew Collbergs - das Album eröffnet eine neue Perspektive für amerikanische Popmusik jenseits aller Americana-Klischees. Denn so wie Collberg klingt zurzeit niemand. Vielleicht braucht es dazu die Sichtweise des gebürtigen Schweden, der sich das musikalische Erbe seiner Wahlheimat ganz unvoreingenommen erschließt und zu einem ureigenen Sound destilliert.

"Ein Meister der Leichtigkeit, der hier eines dieser seltenen Alben geschaffen hat, die man gerne ganz durchhört." (FAZ)

Aktuelle CD: "Minds Hits" (2013), Le Pop Musik

Sheep, Dog & Wolf | Mit gerade mal 17 Jahren veröffentlichte der Multi-Instrumentalist Daniel McBride 2011 seine Debüt-EP "Ablutophobia" - das Soloprojekt sheep, dog & wolf war geboren. Er schrieb sämtliche Stücke selbst, spielte alle Instrumente ein, nahm die Songs auf und mischte sie - alles in guter, alter Homerecording-Manier. Was dabei herauskam ist mit Sicherheit ein musikalisches Meisterstück eines jungen Wilden, der ohne Hemmungen Jazz-Pattern, Trompeten, Pianos, Gitarre, Cellos und Kontrabass miteinander vermischt. Nicht umsonst wird er gerne mit Musikern wie Sufjan Stevens verglichen. But who the hell is that Daniel McBride?

Daniel McBride spielt Musik seit er 7 Jahre alt ist - und nahm sie auch damals schon mit eigenem Rekorder auf. Er lernte als Kind Saxofon & Klarinette, alles andere brachte er sich selbst bei: Schlagzeug, Gitarre, Klavier, Ukulele und vieles mehr. Seine musikalische Zweitsozialisation erfuhr er als Jugendlicher in der Teen-Punk-Band Bandicoot - in Neuseeland bekannt wie bunte Hunde. Sie waren die jüngste Band die jemals auf Neuseelands größtem Musikfestival Big Day Out auftrat, spielten als Vorband von Indie-Größen wie Deerhoof und HEALTH. Das Angebot als Opener für Kate Nash's Australien-Tour zu spielen mussten sie leider aus persönlichen Gründen ausschlagen. 2012 fing Daniel dann an der New Zealand School of Music in Wellington sein Musikstudium an. "Ablutophobia" erregte, trotz oder gerade wegen McBrides jugendlichem Alter, internationale Aufmerksamkeit. Die italienische Ausgabe (!) der Vogue featurte sheep, dog & wolf 2012 neben Musikern wie Azealia Banks und King Krule. Der Münchner Musiksender M94.5 FM spielte seine EP rauf und runter ohne dass sich irgend eine Promoagentur darum bemüht hätte, und der Music Alliance Pact-Blog kündigte sheep, dog & wolf im Mai 2011 als den neuen Geheimtipp Neuseelands an.

Gerade mal 18 Jahre alt, gilt Daniel McBride einigen bereits als "...ein junger Sufjan Stevens" (Guardian UK), seine Musik als "eine rare Perle" (Vogue/Italien), "inspiriert & inspirierend" (Jonathan Bree, Lil' Chief Records), "absolut atemberaubend" (Jus' Like Music) und "...eine Faszination" (Andrew Tidball, Cheese on Toast). Soeben stellt Daniel McBride sein full-length Debüt-Album zuhause in Neuseeland fertig - Ende 2013 soll es veröffentlicht werden. Zuvor aber wird er sein Projekt sheep, dog & wolf auf Tour nach Europa bringen. Dick anstreichen!

Aktuelle CD: tba, 2013, Lil' Chief Records

Mittwoch, 22. Oktober 2014

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