
Christoph Ransmayr
Odysseus, Verbrecher. Schauspiel einer Heimkehr
"Heimkehr? Aus einem Krieg ist noch keiner heimgekehrt - jedenfalls nicht als der, der er war."
Odysseus kehrt aus dem Krieg um Troja nach jahrelangen, von Gier, Lust und Ehrgeiz bestimmten Umwegen als Schiffbrüchiger heim und erkennt sein Land nicht mehr: Ithaka scheint während herrenloser Jahre im Chaos versunken. Der Heimkehrer, der den Waffen abgeschworen hat, will als Prophet des Friedens die alte Ordnung wiederherstellen und wird am Abgrund zwischen seinen Sehnsuchtsbildern und der Wirklichkeit erneut zum Schlächter.
Nach einem Studium der Philosophie und Ethnologie in Wien arbeitete CHRISTOPH RANSMAYR zunächst als Kulturredakteur und Autor für Zeitschriften wie Extrablatt, Geo, Transatlantik und Merian. Seit 1982 ist er freier Schriftsteller. Mythen sind dabei von Anfang an gegenwärtig: In seinem Bestseller "Die letzte Welt" (1988) - darin ist der römische Dichter verbannt und an den Rand der Zivilisation gedrängt - spielt er literarisch mit den Metamorphosen des Ovid, seinen Geschöpfen und ihren Verwandlungsmythen. Er verbindet in seinen Romanen historische Tatsachen mit Fiktionen - zentrale Themen sind die Verwüstung der Erde und Fragen nach der Zukunft der Menschheit. Sein neuestes "Stück Odysseus, Verbrecher - Schauspiel einer Heimkehr" wurde von Schauspiel Dortmund im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas "Ruhr 2010" uraufgeführt.
"Aus dem Klassiker von Homer wird eine beklemmende Parabel über aktuelle Kriegstreiberei." (Kleine Zeitung)
"Das Bühnenstück... ist von einer literarischen Qualität, die es zu einem packenden Lesedrama macht, dessen bloße Lektüre sich durchaus lohnt." (Wiener Zeitung)
Es lesen Christoph Ransmayr, Julia Ribbeck, Gabriele Deutsch, Harald Bodingbauer und Christiane Schulz.
Christoph Ransmayr, Odysseus, Verbrecher. Schauspiel einer Heimkehr, 2010, S. Fischer Verlag








