
Christine Hödl
pure
Sie hat "Die große Chance" genützt und sich als Überraschungsgewinnerin der gleichnamigen ORF-Talente-Show den Traum vom eigenen Album erfüllt: "Pure" wurde in großer Eile in nur 7 Tagen unter der Ägide von Thomas Rabitsch eingespielt und bereits eine Woche nach Veröffentlichung mit 10.000 verkauften Einheiten vergoldet. Ein Spitzenerfolg, der sicher nicht nur dem vorweihnachtlichen Medienhype inklusive pseudotolerantem Boulevard-Geschwurbel um ihre Lebenspartnerschaft mit Frau und Tochter geschuldet ist.
Christine Hödl hat weit mehr zu bieten als ein durchschnittliches Casting-Sternchen und ihre Musik erschöpft sich auch nicht in platter Kampfrhetorik: Die 35-jährige Kinderpädagogin besitzt eine phänomenal starke Stimme, die einmal samtig weich unter die Haut gleitet, dann wieder unversehens ihre Krallen ausfährt und zubeißt. Der Vollblut-Musikerin gelingt auf "Pure" und den Hitsingles "The Key To Be Free" sowie "It's Got To Be Today" ein felsenfester Brückenschlag zwischen schneidendem Gitarren-Rock, gefühlvollen Indie-Balladen und treibenden Folk-Rhythmen. Sie ist ohne Zweifel ein Ausnahmetalent, das scheinbar mühelos Tracy Chapman, Alanis Morissette, Melissa Etheridge, Janis Joplin, K.D. Lang und Sheryl Crow unter einen Hut zaubert.
Lange träumte sie von dem gewaltigen Gefühl auf einer großen Bühne zu stehen. Nun ist es für Christine Hödl Realität geworden. Aber sie bleibt dennoch am Boden und tief verwurzelt in ihrer Musik. Live, ehrlich und ungeschminkt setzt sie sich dem Publikum aus. "Pure" eben.








