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Programm
Fr. 17.03.2017 // 20:00 | Alternative Rock

Blackout Problems: Holy Tour II

Support: Stereo Bullets


// KS: € 14/15/17 // Tickets!


Blackout Problems (c) Ilkay Karakurt

Die Münchner Punkrocker haben die Energie von Enter Shikari, die hymnische Wucht von Rise Against und die Derbheit der Donuts. Gegründet 2012, brennen die Blackout Problems für das, was sie tun, leben praktisch im Tourbus und haben im Vorjahr mit "Holy" ihr spätes erstes Studioalbum abgeliefert, dem man die vielen Live-Shows an jeder Stelle anhört. Und eine bewundernswerte positive Energie, die sofort auf das Publikum abstrahlt.

Woher die vier Musiker ihre Kraft nehmen, über Kritik und Frust hinaus zu einem so ehrlichen Optimismus zu finden, ist angesichts des allerorts grassierenden Zynismus einigermaßen rätselhaft. Wie verbindend diese Positivität ist, zeigt sich in der Kollaboration mit Nathan Gray (Boysetsfire) und Touren mit Heisskalt und den Emil Bulls. Wie aufrichtig und stabil sie ist, beweisen sie mit ihrem eigenen Leben: Do It Yourself ist hier die Devise, z.B. beim eigenen Merchandise-Vertrieb, der ausschließlich mit fairer Ware handelt.

In ihren einfachen, ernst gemeinten Texten geht es um Freundschaft, Mut, Gerechtigkeit, Fragen der Verantwortung und Moral - lauter altmodische Werte also. Oder eben: die Zukunft, für die wir nur noch nicht bereit sind. Anachronistisch und hochaktuell. Genauso wie die Musik zwischen amerikanischem Rock und zeitgenössischem Post-Everything.

"Holy" klingt offen, hell, aufgeräumt. Während Schlagzeuger Michael sich fordernd und vehement durch die Songs prügelt, strahlen die Gitarren förmlich um die Wette - und der Gesang bettet sich in seiner stylischen Unperfektheit wiederum perfekt ein in diesen angenehm wenig aufgeblähten Sound.

Die Melodien dagegen scheuen nicht die große Geste. Und die Songs halten das aus. Produzent Philipp Koch (Heisskalt) ist dem Purismus der Band mit gekonnter Zurückhaltung begegnet, und so entstand mit "Holy" 2016 ein Album, das groß ist und dabei ohne große Posen auskommt. Unverspieltes Spiel, unverkleideter Stil, unverhohlene Aussagen: Man kann das naiv finden. Man kann aber auch einfach den Hut ziehen vor so viel Straightness. Und sich der hoffnungsvollen Prognose der Band anschließen und den Aufbruch besingen: "We will be one".

Aktuelle CD: "Holy" (2016), Blackout Problems

Dienstag, 25. April 2017

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