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Meinung

HipHop-Derby

Andreas Kump


Fr. 25.11.2011

 

Nächsten Montag steigt das dritte und letzte Linzer Fußballderby in diesem Jahr. Blau-Weiß gegen LASK. Eine Begegnung, die vor ein paar Jahren noch ausgeschlossen schien. Da kickten die Blau-Weißen hoffnungslos in der dritten Liga herum, während der Rivale die Höhenluft der Bundesliga genießen konnte. Jetzt aber spielen beide Klubs in derselben Liga. Prompt streiten sich die Geister, ob sich die einen als Wiedergänger des SK VÖEST fühlen dürfen, während die anderen die doppelte Ortsbezeichnung im Vereinsnamen des "Linzer Athletik Sportklub Linz" nicht schlüssig erklären können.
Die einen, also die Blau-Weißen, legen das als Minderwertigkeitskomplex aus. Die anderen, also die LASKL-Anhänger, haben größere Probleme (mit ihrem Präsidenten), um sich darum auch noch zu kümmern.

So oder so: Fußball bewegt diese Stadt eben doch. Nicht so sehr wie vielleicht in deutschen oder englischen Städten, aber das ist ein allgemeines österreichisches Mentalitätsproblem. Das Linzer Derby der Fans wird dabei aber nicht nur erst seit dieser Saison und ausschließlich auf den Rängen ausgetragen. Nein, zwischen Blau-Weiß und dem LASKL gibt es auch ein musikalisches Match. Das findet praktisch laufend statt. Im Internet. Auf YouTube und via Soundcloud.

Beim Googlen zeigt sich: Für den Underdog aus dem Donaupark laufen vor allem Linzer HipHop-Größen auf. Bei Blau-Weiß sind sich sogar Rapper einig, die sich sonst nicht wirklich grün sind. Texta und der durch die Zusammenarbeit mit Bushido groß gewordene Chakuza nämlich, wie letzterer ab Minute 3:45 in diesem Video deklariert. Huckey und DJ Dan von Texta sind diesbezüglich ohnehin Wiederholungstäter. Etwa mit ihrer letzten Ode an den Lieblingsverein: Mein Baby Blauweiss Remix featuring Welli Jr., Sam, Huckey, Dan & Andy.
Von Huckey & Sam stammt auch der Samplerbeitrag für die Blau-Weiß-Fan-Kompilation "Don't Throw Your Points Away": Auswärtssieg. Dieses Video geht übrigens in einen Track von Die Au und deren Faible für den französischen Verein Olympique Marseille über.

Aber das ist auf Seiten der Donauparkler noch lange nicht alles. Der Linzer Pöbel a.k.a. Blaues Linz behauptet in ihrem Namen Pyrotechnik ist kein Verbrechen. Und die beiden Fanformationen Linzer Pyromanen (LP 99) und Linzer Blauhelme (LBH03) legten schon vor Jahren mit Mein Block ein pathetisches Zeugnis ab. Kontrovers diskutiert wurde in den einschlägigen Foren hingegen der Song von Blau & Weiß (FC Blau-Weiß Linz Anthem) von Big J. Der zwar gekonnter und geschmeidiger ist, als manch anderer Fußball-Rap, aber von jemandem stammt, der nun nicht gerade als Dauerkartenbesitzer unter den Hardcore-Fans gilt. Ungeachtet des falschen Meisterjahres: Fetter Track, Big J!

Womit das Linzer HipHop-Derby eindeutig an die Blau-Weißen zu gehen scheint. Für den LASKL geht nämlich trotz intensiver Suche nach Äquivalentem nur der YouTube-Nutzer Rapdodl mit dem LASK-Rap ins Rennen. Nun ja, angesichts eigener lyrischer und aufführerischer Verbrechen in jüngeren Jahren, gibt es hier kein Bashing. Nur die Empfehlung: Unbedingt anhören! Die offizielle Hymne der Schwarz-Weißen haben übrigens Tiroler eingesungen: die Zillertaler Schürzenjäger. Sehr Old-School, womit jetzt nicht Run DMC gemeint sind: Torjägerzeit. Um aber nicht unversöhnlich zu enden, abschließend noch der Hinweis auf einen sehr unterhaltsamen und virtuosen Track zu den Ups & Downs der Schwarz-Weißen: Vo Karpfenberg bis nach Mattersburg. Word Up! Und ein heißes Spiel am Montag!

Der Autor: Andreas Kump lebt in Wien, bereist von dort ständig Linz, und hat zu allem in der Stadt eine Meinung.



Montag, 22. September 2014

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